Montag, 31. August 2015

(Spontane) Lesenacht #01 - Girl Online

00:38 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 0, Seite 0)
So, hallo erstmal! :) Ich starte jetzt meine spontane Lesenacht (ich weiß, bin ein bisschen spät dran, aber ich habe gerade eben noch einen Horrorfilm im Fernsehen angeschaut ;)) und das Buch, das ich lesen werde, heißt "Girl online" von der Autorin Zoe Sugg alias Zoella. Die Entscheidung für diese Lesenacht war sehr kurzfristig, das nächste Mal werde ich es früher bekannt geben, dann hättet ihr die Möglichkeit mitzumachen :)
Ich werde die ganze Nacht über Updates posten, also ihr werdet bestimmt auf dem Laufenden bleiben :)
So let's go! Get lost in books! ♥
00:51 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 02, Seite 22)
So, Prolog und das erste Kapitel sind geschafft :D Das Buch ist echt gut geschrieben und lustig zu lesen, ich denke, ich werde noch viel, viel Spaß damit haben (ich werde übrigens gleich morgen (oder besser gesagt, nachher) eine Rezension darüber schreiben, damit ihr mal sehen könnt, was für ein Buch ich da überhaupt lese :) - falls ihr es nicht schon kennt :D).
01:29 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 05, Seite 58)
Ich liebe dieses Buch! ♥ Es ist so so lustig geschrieben, die Protagonistin Penny ist so eine sympathische und tollpatschige Person, man muss sie einfach lieben :) Ich kann nur sagen: Respekt, Zoella, du hast wirklich Talent! (Für die, die es nicht wissen, Zoella ist eine 24-jährige YouTuberin und das ist ihr erstes veröffentlichtes Buch :))
02:11 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 11, Seite 107)
OMG, das Buch gerade so eine Wendung genommen (eine ziemlich peinliche für die Protagonistin) und ich weiß nicht, ob ich es lustig finden oder Mitleid mit ihr haben soll :D Jedenfalls kann ich mich extrem gut in sie hineinversetzen, und ganz ehrlich, da wäre gerade so eine Person (ich werde keine Namen nennen), der ich in dieser Situation gerne mal die Meinung geigen würde! Diese Person ist so hinterhältig und ich hasse sie jetzt schon, aber leider kann ich rein gar nichts dagegen tun (wäre ja auch zu schön, wenn sich die Geschichte nach meinen Wünschen richten würde :))
P. S. Es ist jetzt kurz nach zwei und ich spüre, wie ich langsam Hunger bekomme :D Tja, mein Körper hat schon ein komisches Zeitgefühl, oder geht es euch auch manchmal so? :)
03:07 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 18, Seite 161)
So langsam bekomme ich immer mehr Hunger, muss ich mir Sorgen machen? :'D Ich kann mir richtig vorstellen, wie mein Körper sich so denkt: 'Oh, jetzt, wo wir schon mal wach sind, können wir doch auch was essen, meinst du nicht?' Hm. Wenn ich so darüber nachdenke, gegen ein leckeres Schnitzel mit Pommes hätte ich jetzt nichts einzuwenden haha :D
03:42 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 22, Seite 196)
Ich habe jetzt genau die Hälfte des Buches durch und ich muss sagen, obwohl es ein typisches Teenie-Mädchen-Buch ist, macht es Spaß, es zu lesen :) Es ist zwar keineswegs spannend oder anspruchsvoll, aber ich finde es auch mal schön, einfach ein Buch zu lesen, bei dem man nicht denken muss und einfach mal abschalten kann. Man kann sich einfach in die Geschichte fallen lassen und diesen kurzen Moment, in dem die Geschichte geschriebene ist, das Leben eines anderen leben. Das ist meine persönliche Definition von Entspannung :)
P. S. Ich habe jetzt doch etwas gegen den Hunger unternommen, nämlich einen kleinen Kaugummi :D Bubble-Mint, kennt ihr den? Schmeckt echt gut :D
04:02 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 24, Seite 216)
Es ist jetzt kurz nach vier und ich werde so langsam müde - und immer hungriger :D Der Kaugummi hilft nicht wirklich, es kommt mir fast so vor, als würde ich dadurch nur noch mehr Hunger bekommen. Naja, in vier Stunden gibt es ja auch schon Frühstück, so lange werde ich es wohl noch aushalten (müssen :D).
04:27 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 27, Seite 241)
Okay, man merkt, dass die Geschichte nun langsam spannend wird. Also nicht spannend-spannend wie ein Thriller zum Beispiel, sondern ... ein Konflikt bahnt sich an. Das Buch hat zwar noch gut 100 Seiten (na gut, 180), aber ich finde es gut, dass die Kurve langsam nach oben geht.
Kennt ihr diese Handlungstreppen? Unsere Deutschlehrerin in der Grundschule hat sie immer benutzt. Zuerst hat sie eine Stufe gezeichnet und "Einleitung" dazugeschrieben. Dann eine höhere Stufe mit "Hauptteil" und dann eine ganz hohe mit "Höhepunkt" (danach ging es wieder runter zu "Schluss"). Jedenfalls bin ich gerade auf dem Weg nach oben, die Spannung (die Kurve) steigt :)
05:46 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 35, Seite 312)
Das Buch wurde gerade richtig romantisch *seufz* und ich habe immer noch Spaß dabei es zu lesen (und das, obwohl ich sonst eigentlich keine Liebesgeschichten lese/mag). Ich habe auch vor, nachher mal auf YouTube nach der Autorin Zoella zu suchen, es würde mich echt interessieren, über was sie so Filme dreht (vermutlich ist es etwas wie Lifestyle, Fashion & Co). Und sie kommt aus Brighton, das heißt, ihre Videos werden auf Englisch verfasst sein ... Eine Herausforderung! :D (Nein, eigentlich nicht, das kommt ganz auf ihre Aussprache an ;))
06:05 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 37, Seite 334)
OMG, das Buch hat gerade einen Wendepunkt hingelegt! (Ich muss aber zugeben, mir war schon von Anfang an klar, dass genau das passiert - ich sagte ja: eine einfache und vorausschauende Handlung ;)), aber ich bin trotzdem so neugierig, wie die Personen nun damit umgehen werden (obwohl ich mir das auch alles schon ein bisschen denken kann haha :D)
Übrigens habe ich gerade gemerkt, dass die Sonne so langsam aufgeht, wie es scheint, ist die Nacht nun vorbei (und ich bin noch nicht eingeschlafen :D).
06:23 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 39, Seite 352)
Okay, in der Geschichte ist gerade etwas passiert, dass ich so eigentlich nicht erwartet hatte (die eine Hälfte habe ich mir gedacht, aber die andere war echt eine Überraschung - und ein Schock). Die Protagonistin Penny tut mir gerade so unendlich leid, und ich kann so gut mit ihr mitfühlen :( Ich hoffe inständig, dass sich bei ihr wieder alles zum Guten wenden wird und sie doch noch ein Happy End bekommt (so wie es in fast jedem Buch der Fall ist ;))
06:45 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 42, Seite 380)
Die Geschichte neigt sich so langsam dem Ende zu. Es sind nur noch drei oder vier Kapitel, aber ich kann euch sagen, der Konflikt des ganzen Buches ist noch nicht gelöst. Genau genommen entstehen immer mehr Konflikte, und die Person, von der ich ganz am Anfang geschrieben habe, dass ich sie hasse, ist jetzt echt zu weit gegangen. Ich hasse sie nicht nur, ich verabscheue sie! (Wow, ich hätte nicht gedacht, dass man in einem Teenie Roman so starke negative Gefühle für eine Person aufbringen kann - ich dachte immer, solche "Mädchen" Bücher sind alle nur Friede, Freude, Eierkuchen (das waren zumindest fast alle, die ich bis jetzt gelesen habe, wobei ich nicht soo viele Teenie Bücher habe (ich bevorzuge Thriller und Fantasy :D)))
07:18 Uhr
(Zwischenstand: Kapitel 44 (letztes), Seite 415 (letzte), oder auch: Das Buch ist abgeschlossen)
So, ich habe das Buch gerade fertig gelesen. Das Ende ist ... schön gewesen (einerseits vorhersehbar, andererseits völlig überraschend) und ich hatte Recht, es gab (natürlich) ein Happy End für Penny :) Allerdings gibt es auch noch einen zweiten Teil dieses Buches (Girl Online - On Tour), den ich mir auf jeden Fall kaufen werde! :D Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was der tollpatschigen Penny noch so alles widerfährt ;D
(Ach ja, der Konflikt, von dem ich gesprochen habe, wurde wirklich erst auf der allerletzten Seite gelöst! "Spannung" bis zum Ende also :D)
Da Penny eine Bloggerin ist und in der Geschichte schon seit über einem Jahr einen Blog führt, gab es dort auch ein paar Einträge. Und ich muss sagen, diese haben mich dazu inspiriert, hier auf meinem Blog etwas offener zu schreiben :) Mir war zwar nicht klar gewesen, dass ich "un-offen" schreibe, aber da es in Pennys Blogs nur um Ehrlichkeit und Co geht, wurde mir klar, wie unpersönlich das hier noch ist ;) Allerdings müsst ihr dann ebenfalls euren Teil dazu beitragen, und vielleicht unter Umständen mal einen Kommentar schreiben ;D Ich hätte echt gerne Feedback von euch, und wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr das ja auch schreiben :)
Ich habe mir auch vorgenommen, demnächst eine Leserunde zu starten (damit es interaktiver wird), aber dafür brauche ich schon ein paar Leute, die auch mitmachen, also meldet euch, wenn ihr Lust habt :)
P. S. Falls ich hier in irgendeiner Weise über das Buch gespoilert haben sollte, tut es mir echt leid, das war bestimmt keine Absicht :D

Sonntag, 30. August 2015

[Rezension] "Schau mir in die Augen, Audrey" by Sophie Kinsella

Rezension von "Schau mir in die Augen, Audrey" (Sophie Kinsella)


 




Sophie Kinsella
Schau mir in die Augen, Audrey
cbj Verlag
1. Auflage, 2015

384 Seiten

ISBN 978-3-570-17148-6


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Das Buch handelt von der 14-jährigen Audrey Turner, die auf ihrer früheren Schule ziemlich übel gemobbt wurde und deshalb beinahe täglich Panikattacken bekommt. Sie hat eine sogenannte "Soziale Phobie" und verlässt das Haus so gut wie gar nicht mehr.
Als ihre Therapeutin ihr rät, einen Dokumentarfilm über ihre Familie zu drehen, ist Audrey zunächst skeptisch. Denn sie lebt nicht gerade in einer Bilderbuchfamilie - im Gegenteil, Familie Turner ist sozusagen der Inbegriff des Chaotischen.
Da wären eine verrückte Mutter, die ständig neue und seltsame Erziehungsmethoden an ihren Kindern anwendet, ein Vater, der an einen etwas schluffigen Teddybären erinnert und Problemen grundsätzlich aus dem Weg geht, ein älterer Bruder, der ein totaler Computernerd und Tag und Nacht online ist, und ein jüngerer Bruder, der noch der normalste der ganzen Familie zu sein scheint - er ist aber auch erst vier Jahre alt.
Und dann wäre da natürlich noch Audrey, die sich wegen ihrer Phobie nahezu pausenlos mit dunkler Sonnenbrille und zugezogenen Vorhängen in ihrem Zimmer versteckt.
Als Audrey widerstrebend beginnt, den Film zu drehen, bemerkt sie dabei immer öfter Linus, den süßen Freund ihres Bruder, der sie genau zu verstehen scheint. Und auf einmal fragt sie sich, wie es wohl wäre, ihm tief in die Augen zu schauen, so ganz ohne Sonnenbrille.
Meiner Meinung nach ist dieses Jugendbuch eines der besten, die ich je gelesen habe. Es vereint das vorsichtige Thema "Angststörung" mit extrem viel Humor und ich muss sagen, Familie Turner ist einfach so sympathisch, dass sie mir jetzt schon ans Herz gewachsen ist :)

Ich habe eigentlich nichts zu kritisieren, die Geschichte ist stimmig und auch die Handlung passt sich dem Leser an. Das einzige, klitzekleine Problem bei mir war, dass ich mich nicht von Anfang an in Audrey hineinversetzen konnte. Aber das lag daran, dass ich nicht wusste, wie sehr Menschen unter Angststörungen leiden können, ich dachte erst, das ist doch viel zu übertrieben. Aber als mir klar wurde, wie schlimm es wirklich ist, hatte ich sofort Mitleid mit Audrey und konnte mich auch gut in sie hineinversetzen :)


Das Buch ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür witzig und humorvoll geschrieben - und wie gesagt, es ist eines der besten, die ich je gelesen habe :)

Montag, 24. August 2015

(Tipps & Tricks) Wie schreibe ich einen guten Prolog?


Die beste Einleitung für eine Geschichte ist (meiner Meinung nach) der Prolog.
Er ist so etwas wie eine kurze Vorgeschichte, die aber wichtig für das ganze Buch sein wird oder dem Leser einige wichtige Hintergrundinformationen gibt.

Hier ein paar Möglichkeiten, wie und aus was du deinen Prolog aufbauen kannst:

- Es kann ein Brief oder eine E-Mail sein, die von einer wichtigen Person geschrieben wird. In so einem Fall wird am Ende der Geschichte (im Epilog) meistens noch ein Brief oder eine E-Mail zurückgeschrieben, und zwar von der Person, an die das erste Mal geschrieben wurde.
Zum Beispiel schreibt Julia ihrer Freundin Tina am Anfang des Buches einen Brief. Dann kommt die eigentliche Geschichte, und es werden auch Dinge angesprochen, die in dem Brief vorkamen. Und am Ende schreibt Tina eine Antwort, die vielleicht noch ein Problem löst, oder eine bis dahin ungeklärte Frage beantwortet.


- Dein Prolog kann auch ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben des Protagonisten sein.
Wenn es zum Beispiel einen schicksalhaften Tag in seinem Leben gab (vielleicht sind seine Eltern gestorben, oder er ist in eine andere Stadt gezogen), kannst du diesen Tag einfach als Prolog nehmen. Meistens ist dieser Tag ein so bedeutender, dass er das ganze Leben des Protagonisten verändert hat.

- Eine weitere Möglichkeit wäre, den Prolog aus der Sicht einer ganz anderen Person zu schreiben.
Wenn es in deiner Geschichte jemanden gibt, der vielleicht "böse" oder der Hauptperson nicht wohlgesonnen ist, kannst du zum Beispiel den Prolog aus seiner Sicht schreiben und dann erzählen, dass er gerade etwas "Böses" plant, das den Protagonisten in Gefahr bringen könnte.
Okay, hier ein Beispiel aus einer früheren Geschichte von mir, damit ihr es euch ein bisschen besser vorstellen könnt.

Heute. Heute schaue ich sie mir aus der Nähe an. Wochenlange Vorbereitungen machen sich dann endlich bezahlbar. Sie wird an ihrem Verstand zweifeln, wenn sie mich gesehen hat. Und sie wird unsere erste Begegnung niemals vergessen, weil sie ihr Leben für immer und unwiderruflich verändern wird. Dann wird sie erkennen, mit wem sie es zu tun hat. Sie kann mir eben so wenig entkommen, wie ich ihr. Unsere Schicksale sind unzertrennlich miteinander verbunden. Das können wir nicht ändern, selbst wenn sie es wollte.
Aber ich habe einen entscheidenden Vorteil. Ich kenne sie so gut wie mich selbst. Aber sie hat keine Ahnung, wer ich bin.

Bei so etwas wird der Leser meist neugierig und bekommt Lust auf mehr ;)


So, ich hoffe, das hat euch ein wenig inspiriert und ihr habt jetzt vielleicht eine grobe Idee, ob und was für einen Prolog ihr schreiben wollt :)


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Mittwoch, 19. August 2015

[Rezension] "Die Auserwählten im Labyrinth" by James Dashner

Rezension von "Die Auserwählten im Labyrinth" (James Dashner)




Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie.

Es geht um einen Jungen, der völlig verwirrt und ohne Erinnerungen an sein früheres Leben auf einer Lichtung aufwacht. Er kann sich lediglich an seinen Namen erinnern - Thomas. Recht schnell findet er heraus, dass die anderen Jugendlichen dort (allesamt Jungen) sich ebenfalls nur an ihren Namen erinnern können.
Jeden Monat kommt ein Neuer auf die Lichtung, die von riesigen Mauern umgeben ist. Dahinter befindet sich ein Labyrinth - und mit diesem die Freiheit. Allerdings ist es noch keinem von ihnen gelungen, den Ausgang zu finden.
Meiner Meinung nach ist das Buch ein sensationeller Auftakt der Trilogie. Es ist auf jeder Seite spannend, wird nie langweilig. Es werden die ganze Zeit Hinweise gegeben und zeitgleich Fragen aufgeworfen, das Ende ist dementsprechend überraschend aber gleichzeitig vorhersehbar - in gewisser Weise.
Ich habe es verschlungen, genau wie den zweiten und dritten Teil der Reihe. James Dashner hat seine ganz eigene Art und Weise, die Spannung aufrechtzuerhalten und uns über Rätsel und Fragen nachdenken zu lassen. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es extrem anspruchsvoll ist, aber man muss definitiv an einigen Stellen innehalten und über das Geschriebene nachdenken. Man muss selbstständig Dinge miteinander verknüpfen und fängt dabei automatisch an, selber nach einem Ausweg aus dem Labyrinth zu suchen ;)
Fazit: Das Buch (bzw. die ganze Reihe) ist eines der besten, die ich jemals gelesen habe (und glaubt mir, ich habe schon viel gelesen ;)). Ich würde es wirklich jedem weiterempfehlen, denn es ist spannend, mitreißend, fesselnd und bringt sogar etwas Humor mit hinein. Meiner Meinung nach die perfekte Mischung und genau so, wie gute Bücher sein sollten ;)
P.S. Es wurde auch verfilmt, allerdings unter dem englischen Namen "Maze Runner", und ich muss zugeben, der Film kann es definitiv mit dem Buch aufnehmen (und wie ihr vielleicht wisst, finde ich Bücher sonst grundsätzlich besser als ihre Verfilmungen). Noch ein Zeichen dafür, wie begeistert ich von der Reihe bin :)



James Dashner
Die Auserwählten im Labyrinth
Carlsen Verlag
2. Auflage, 2012
496 Seiten
ISBN 978-3-551-31231-0

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Dienstag, 18. August 2015

(Tipps & Tricks) Was brauche ich für eine gute Einleitung?


Bei deiner Einleitung ist es wichtig, dass du indirekt alle wichtigen Personen oder Orte vorstellst. Du kannst zum Beispiel Dialoge schreiben, in denen du die Namen der Personen nennst (durch direkte Anrede) oder das Alter (zum Beispiel mit dem Hinweis, dass die Person bald Geburtstag hat) oder andere Informationen.

Du darfst aber auf keinen Fall so etwas wie einen Steckbrief daraus machen, in etwa:
"Ich heiße Anna, bin 17 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in einem kleinen Dorf. Ich habe viele Freunde und gehe in die 11. Klasse."
Das kommt nie gut an. Es wirkt amateurhaft (und das ist es eigentlich auch).

Aber es gibt eine Ausnahme. Wenn es wie eine Art Prolog aufgebaut ist, dann könntest du schon damit anfangen. Aber dann muss auch eine kleine Vorgeschichte erzählt werden.
Hier ein Beispiel:
"Ich heiße Anna. Ich bin 17 Jahre alt und eine Vollwaise. Meine Eltern wurden ermordet, als ich gerade mal fünf Jahre alt war und seitdem lebe ich mit meiner kleinen Schwester Mia bei meiner Tante. Allerding ist sie fast nie für uns da, denn sie hat ein Alkoholproblem. Deshalb versorge ich mich und meine Schwester alleine. Ich habe einen Job in einer Kneipe und verdiene gerade genug, um uns beide über Wasser zu halten.
Aber da ich mich um uns beide kümmern muss, kann ich nicht in die Schule gehen und habe somit auch keinen Abschluss. Ich weiß zwar nicht, was uns die Zukunft noch bringen wird, aber ich hoffe inständig, dass es bald wieder bergauf geht."
So, in diesem Text sind schon viele wichtige Infos drin. Er ist nicht perfekt (und auch zu kurz, aber es war ja nur ein Beispiel), aber er würde reichen.
Jetzt hätte der Leser schon ein grobes Gefühl, worum es in der Geschichte geht und kann dann entscheiden, ob er sie weiterlesen will oder nicht.


Es gibt auch Einleitungen, die mit einem Gedanken oder einem wichtigen Satz beginnen. Zum Beispiel bei 'Rubinrot'. Dort ist der berühmte Satz: 'Bereit, wenn du es bist.' Die Bücher fangen zwar nicht mit diesem Satz an, aber das Prinzip ist das Gleiche. Es wird etwas erwähnt, das in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt und am besten ganz am Ende nochmal aufgegriffen wird.

Oder es fängt mit einem Gegenstand an, der eine wichtige Bedeutung für die Hauptperson hat. Zum Beispiel ein Erinnerungsstück an die verstorbene Mutter oder ein Erbstück der Großmutter.

Bei manchen Geschichten sind die erste und letzte Situation "gleich". Zum Beispiel sitzt der Protagonist am Anfang der Geschichte am Strand und hört Musik. Dabei denkt er über etwas Bestimmtes nach. Über ein Problem.
Am Ende sitzt er wieder dort und denkt nochmal darüber nach, aber diesmal darüber, wie er das Problem gelöst hat. Denn die Geschichte ist dann ja schon vorbei und im Laufe derer hat er das Problem erfolgreich mit Hilfe seiner Freunde gelöst.
Dazu gibt es ein gutes Filmbeispiel: Lucy.
Am Anfang hört man dort eine Stimme aus dem Off und der erste Satz ist:
"Vor einer Milliarde Jahren wurde uns das Leben geschenkt. Was haben wir daraus gemacht?"
Dann kommt der 'richtige' Film und es geht um die Menschheit und das gesamte Universum und wie sich alles im Laufe der Zeit negativ verändert hat.
Ganz am Ende des Films hört man die Stimme aus dem Off nochmal. Sie sagt:
"Vor einer Milliarde Jahren wurde uns das Leben geschenkt. Macht etwas daraus."
Also, versteht ihr ungefähr, was ich damit meine? :D

Jedenfalls finde ich solche Enden extrem interessant, denn dann wird man ganz am Schluss (wenn man denkt, jetzt ist alles vorbei) nochmal daran erinnert, wie es überhaupt erst begonnen hat.


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Montag, 17. August 2015

(Tipps & Tricks) Wie finde ich einen passenden Buchtitel?


Wenn es um den Titel deiner Geschichte geht, gibt es eigentlich zwei Möglichkeiten:
Entweder, du hast schon einen und baust die Geschichte darum herum auf, oder du schreibst erst die Geschichte und überlegst dir danach einen guten Titel.
Manchmal führt der Titel auch zur Geschichte, also wenn du immer noch keine Idee dafür hast, überlege dir doch mal einen Titel, der dich anspricht. Er kann natürlich auch in anderen Sprachen sein :)

Wenn du dir zum Beispiel den Titel 'Academy of Elements' aussuchen würdest, dann müsstest du natürlich über eine Akademie schreiben, in der die Schüler magische Kräfte haben und die Elemente beherrschen können. 

Wenn du dir allerdings etwas wie 'Mein neues Ich' aussuchen würdest, dann wird die Geschichte höchstwahrscheinlich von einer Person handeln, die mit sich selbst und ihrem ganzen Leben unzufrieden ist und dann vielleicht die Schule/die Arbeit wechselt, umzieht, sich neue Freunde sucht, ... und es ihr am Ende richtig gut geht und sie mit allem und jedem zufrieden ist :D


Also, schreib dir doch mal ein paar Titel auf, die dir gefallen würden und überlege dir dazu passende Geschichten.
Vielleicht schreibst du ja eine davon weiter :)


Jetzt der andere Fall: Du hast schon eine Geschichte (oder auch nur eine Idee) und brauchst einen guten Titel.
Natürlich musst du dabei ein paar Dinge beachten :)

01. Er darf nicht zu lang sein. Das ist extrem wichtig, denn lange Titel verwirren und sind auch oftmals langweilig. (Ich glaube, der längste Buchtitel der Welt umfasst ganze 656 Wörter.) Man sagt, dass der Titel die perfekte Länge hat, wenn er zwischen einem und fünf Wörtern besteht. Aber je kürzer er ist, desto aussagekräftiger sollte er demnach auch sein.

02. Er muss natürlich zu der Geschichte passen und man sollte auch ein bisschen auf den Inhalt schließen können. Wenn in deiner Geschichte ein Symbol o.Ä. häufig auftaucht oder ziemlich wichtig ist, kannst du dieses natürlich auch in den Titel einbauen.
Zum Beispiel bei "Rubinrot" ist die Protagonistin 'der Rubin', deshalb passt der Titel perfekt. Oder bei dem Buch "Seelen", denn dort heißt die gesamte Spezies genau so.
Einfach, aber effizient :)


03. Du kannst es dir natürlich auch leicht machen und einfach den Namen deiner/s Protagonisten/in nehmen. Oder den einer anderen wichtigen Person.
Ein berühmtes Beispiel dafür sind Harry Potter oder Percy Jackson.


P.S. Etwas, das mir schon oft geholfen hat: Ich habe eine knappe Inhaltsangabe von meiner Geschichte aufgeschrieben und mir dann ein paar verschiedene Titel dazu überlegt. Danach habe ich auch noch Freunde und Familie gefragt, welcher ihnen am Besten gefällt und am Schluss war ich immer ziemlich zufrieden mit der Entscheidung ;)


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So entsteht eine Geschichte ♥

Mit einer Idee fing alles an. Nur eine kleine Ahnung von etwas, das einmal viel größer werden sollte. Die Idee wurde konkreter, die Planung fing an. Eine grobe Handlung, worum geht es, wer ist wer, was soll passieren? Details wurden erstellt. Namen, Orte, die ganze Geschichte.
Dann ging es los. Der Start, erster Satz. Immer der schwerste. Er definiert alles, muss spannend sein, darf nicht zu viel verraten, auch nicht zu wenig.
Geschafft. Jetzt kann es weitergehen. Wort für Wort, Satz für Satz, Zeile für Zeile. Immer weiter entsteht etwas, ein Absatz, ein Kapitel, eine Geschichte.
Viele Höhen und Tiefen, Verzweiflung und Glücksgefühle, der Wunsch, einfach alles hinzuschmeißen, und der erbitterte Kampfgeist, nicht lockerzulassen. Kämpfen, Zähne zusammenbeißen, Augen zu und durch. Weiter, immer weiter, bloß nicht aufgeben, bald ist es geschafft.
Das Finale. Es ist da. Los, weiter, du kannst jetzt nicht aufgeben, das Ziel ist fast da!
Und dann hast du es geschafft. Tage, Wochen, Monate harter Arbeit haben sich endlich ausgezahlt. Dein Werk ist vollendet. Du hast gewonnen.

 

[Rezension] "Bin mal kurz tot" by Lance Rubin



Rezension von "Bin mal kurz tot" (Lance Rubin )






Lance Rubin
Bin mal kurz tot
ivi Verlag
1. Auflage, 2015
345 Seiten
ISBN 978-3-492-70334-5

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Dieses Buch habe ich aufgrund einer Rezension gekauft, die besagt, dass es sehr gut sein soll und vor allem lustig geschrieben ist. Und das stimmt, ich musste oft lachen, aber es ist dennoch ein ernstes Thema, über das geschrieben wird.

Idee:
In der Welt dieses Buches steht bei allen Menschen von der Geburt an fest, wann sie sterben werden. Deshalb gibt es beispielsweise makabre Beerdigungszeremonien, bei denen derjenige, der am folgenden Tag sterben wird, selbst eine Rede halten muss.
Der Protagonist befindet sich in ebendieser Situation. Denn Denton Little muss morgen sterben und hat heute den verrücktesten Tag seines Lebens ;)
Handlung:
Denton hat nur noch einen Tag zu Leben, und diesen Tag wollte er eigentlich nutzen, um sich zu verabschieden und mit seinem Leben abzuschließen. Doch es kommt anders, als er erwartet hatte. Am Tag vor seinem offiziellen Ableben wacht er im Bett der Schwester seines besten Freundes auf (dabei ist er eigentlich mit einem anderen Mädchen (Taryn) zusammen) und kann sich an nichts mehr erinnern.
Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf, mit vielen Ausreden, Gefühlschaos, und jeder Menge Humor. Außerdem bemerkt Denton einen seltsamen Klecks an seinem Bein und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen, die er 24 Stunden vor seinem offiziellen Todestag natürlich nicht mehr alle beantworten kann...
Spannung:
Das Buch ist super spannend, aber auch lustig und sarkastisch geschrieben. Wie gesagt, es werden Fragen aufgeworfen und immer seltsamere Dinge geschehen in Dentons Leben. Also ich konnte das Buch erst aus der Hand legen, als ich auch den letzten Satz zu Ende gelesen hatte.
Charaktere:
Sein bester Freund Paolo und seine Schwester Veronica (in deren Bett Denton aufwacht) sind mega witzig und sarkastisch dargestellt. Ich liebe Paolos schlaue Sprüche und Veronicas Art und Weise, Denton das Leben schwer zu machen. Auch seine Freundin Taryn hat ihre eigene Sichtweise der Dinge und sein Dad und seine Stiefmutter könnten unterschiedlicher nicht sein. Alles in allem sind die Charaktere rund und es macht Spaß, sie auf ihrer Reise in den Tod zu begleiten :)
Kritik:
Wie so oft muss ich bemängeln, dass das Ende so abrupt und kurz geraten ist. Mir fehlt ein klein wenig was, noch ein bisschen mehr Aufklärung, wie es weitergeht. Denn im Grunde werden mit dem Ende noch viele weitere Fragen aufgeworfen, die man nun nicht mehr beantwortet bekommt. 


Fazit:
Ich liebe das Buch. Obwohl das Ende ein bisschen enttäuschend war, lohnt es sich definitiv, es zu lesen, schon allein wegen dem ganzen Witz und Humor, der in jedem Satz steckt. Ich würde mir aber wünschen, dass es eine Fortsetzung gibt, so dass die unbeantworteten Fragen noch beantwortet werden können. Wer weiß, vielleicht wird ja tatsächlich an einem zweiten Teil geschrieben :)

Sonntag, 16. August 2015

(Tipps & Tricks) Wie bekomme ich eine Buch-Idee?


Natürlich musst du schon eine ganz kleine, grobe Ahnung haben, worum es in etwa in deiner Geschichte gehen soll. Soll es zum Beispiel eine Fantasy-Geschichte sein, oder eine Liebesgeschichte? Oder etwas Gruseliges? Oder einfach etwas ganz Normales aus dem Alltag?
Falls du die Geschichte irgendwo veröffentlichen willst, solltest du dir auch überlegen, welche Zielgruppe du ansprechen willst. Wenn es eher für Kinder gedacht ist, darf sie auf keinen Fall zu unheimlich oder spannend sein. Aber wenn sie für Jugendliche ist, dann ist das ein Muss!
Dann sollte es auch eine Hauptperson geben, die sich in Laufe des Buches in eine andere Person verliebt, so etwas kommt eigentlich immer gut an ;)


Falls du wirklich noch gar keine Idee für eine Geschichte hast, dann überlege dir am besten, was du selber gerne liest und mache dann daraus deine neue Geschichte. Allerdings musst du hier auf jeden Fall aufpassen, dass es nicht zu ähnlich wird! Wenn du zum Beispiel die Harry Potter Bücher magst, und selbst gerne so eine zauberhafte Welt erfinden möchtest, dann darfst du nicht auch über so eine Schule mit verschiedenen Häusern schreiben, über einen Gegner, der unbesiegbar scheint, und über einen tragischen Helden, der als Waise aufgewachsen ist.
Stattdessen könnte man als Setting eine ganz normale Familie nehmen, die Protagonistin geht auf eine normale Schule in ihrem Ort, hat viele Freunde und ein schönes Leben. Irgendwann entdeckt sie, dass sie diese Fähigkeiten besitzt, aber sie muss nicht ihr biseriges Leben aufgeben und auf eine weit entfernte Schule gehen, sondern bringt es sich selbst bei. Ihre Großmutter hatte die gleichen Kräfte, und sie hat noch viele Bücher und andere Dinge, die sie ihr beibringen kann.
So in etwa :D

Du kannst ja auch mal deine Freunde nach einer Idee fragen, denn sie wissen vielleicht noch mehr mögliche Themen. Tauscht euch aus und falls ihr das wollt, könnt ihr auch zusammen eine Geschichte schreiben, denn zu zweit ist man meistens kreativer :)
Dann müsst ihr aber auch aufeinander Rücksicht nehmen und mal zurückstecken, denn ihr werdet nicht immer die gleiche Meinung haben, was die Handlung, Orte und Personen angeht. Deshalb wäre es einfacher, so eine Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven zu schreiben. Du könntest eine Person "spielen" und dein/e Freund/in eine andere. Denn so seid ihr unabhängig voneinander, aber dennoch in einer gemeinsamen Geschichte.


Was viele Jungautoren neuerdings tun, um eine Idee für ihre Geschichte zu entwickeln:
Eine 'Top & Flop' - Liste.
Ihr könnt auch so eine Liste erstellen. Dafür legt ihr einfach zwei Spalten an. In der einen notiert ihr, was ihr mögt, und in der anderen, was ihr hasst.
Und schon könnt ihr euch aus der Kombination von diesen Dingen eine eigene Geschichte zusammenbasteln.
Zum Beispiel liebt ihr Pferde und Reitturniere und hasst Zicken? Dann schreibt ihr natürlich von einem Mädchen, das auf ihrem Reiterhof von einer anderen Mädchenclique gemobbt wird, aber am Ende das große Turnier gewinnt, den Reiterhof vor dem Ruin rettet und natürlich mit dem gutaussehenden Stallburschen zusammenkommt :D

Ich hoffe, das hat euch ein bisschen inspiriert, und probiert diese Liste doch mal aus :) Falls ihr mehrere Ideen herausbekommen solltet, überlegt einfach, welche das größte Potential hat und welche wohl am besten bei eurer Zielgruppe (sofern ihr es veröffentlichen wollt) ankommt :)


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♥ Momentaufnahme ♥ - aus dem Leben eines blinden Mädchens

Hey, Leute! ;)
Ich war gerade ein bisschen draußen und habe dabei über das Leben nachgedacht. So etwas passiert mir oft, wenn ich alleine bin :) Jedenfalls kam ich dabei auf die Frage, was besser wäre, blind oder taub zu sein. Ich weiß, dass beides schrecklich sein muss, aber gegen Taubheit gibt es ja inzwischen Mittel und Wege, sie zu "bekämpfen", zum Beispiel mit Hörgeräten oder Ähnlichem. Wenn man allerdings blind ist, kann man fast nichts tun, um wieder sehen zu können.
Deshalb habe ich mir spontan eine kleine Geschichte dazu ausgedacht. Ich möchte nicht zu viel verraten, lest sie doch einfach und bildet euch eure eigene Meinung :)

 

Momentaufnahme aus dem Leben eines blinden Mädchens

Ich lag gerade in unserem Garten und sah hinauf in den Himmel. Meine Hände strichen über das weiche Gras, ich fühlte jeden einzelnen Grashalm unter meinen Fingern.
Der Himmel über mir war strahlend blau, nur ein paar kleine schneeweiße Wolken durchbrachen die Intensität dieser kräftigen Farbe. Die Sonne war lediglich ein leuchtender Punkt am Rande meines Blickfeldes. Ich würde sie mir gerne genauer ansehen, aber dafür war sie definitiv zu hell. Also begnügte ich mich damit, sie aus dem Augenwinkel genau zu mustern.
Ein sanfter Wind kam auf. Er ließ das Gras wie eine Welle wogen und wehte ein paar Strähnen meiner goldblonden Haare zur Seite. Da flog ein kleiner Schmetterling auf mich zu. Lächelnd hob ich eine Hand und er ließ sich darauf nieder. Die Sonne schien auf seine wunderschönen roten Flügel und ließ sie noch viel heller und strahlender erscheinen. Seine dunklen Fühler tasteten vorsichtig über meine Hand, dann saß er ganz still da. Ich betrachtete ihn genauer. Es war ein Monarchfalter. Fasziniert blickte ich auf dieses kleine Geschöpf in meiner Hand.
Da kam noch eine leichte Brise auf und der Schmetterling breitete seine Flügel aus und ließ sich wieder davontragen. Es schien, als wäre er schwerelos, so mühelos trieb er auf diesem Luftstrom.
Ich ließ meine Hand wieder in das Gras sinken und strich darüber, es beruhigte mich. Dann blieb mein Finger an einer Blume hängen. Es war eine winzige, violette Wildblume. Ich kannte den Namen nicht, aber sie faszinierte mich ebenso wie der Schmetterling gerade eben. Sie hatte herzförmige Blüten und einen geraden, dunkelgrünen Stiel. Wäre ich noch jünger gewesen, hätte ich sie bestimmt ausgerissen und meiner Mutter gebracht, aber jetzt verstand ich, dass ich sie damit umgebracht hätte. Und ich wollte so etwas Schönes nicht zerstören.
Da stupste auf einmal eine nasse Schnauze an meine Hand. Ich lächelte. Das war Emmy, meine Hündin. Und da sie hier war, hieß das, dass ich jetzt gehen musste. Ich brauchte sie nämlich, um mich zurechtzufinden.
Dann setzte ich mich seufzend auf. Ich öffnete die Augen und alles wurde wieder schwarz - die einzige Farbe, die blinde Menschen wahrnehmen können.

Samstag, 15. August 2015

[Rezension] "Tote Mädchen lügen nicht" by Jay Asher

Rezension von "Tote Mädchen lügen nicht" (Jay Asher)

Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
cbt Verlag
5. Auflage, 2010
288 Seiten
ISBN 978-3-570-30734-2
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Dieses Buch habe ich vor ungefähr zwei oder drei Jahren geschenkt bekommen, und ich habe mir gedacht, es wäre interessant, mal eine Rezension darüber zu schreiben. Und hier ist sie ;)
Handlung
Es geht um den Schüler Clay Jensen, der eines Tages ein unbeschriftetes Paket vor seiner Haustür findet. Lediglich sein Name steht darauf. In diesem Paket findet er 13 Kassetten, die er sich innerhalb einer Nacht anhört.
Es sind selbstaufgenommene Kassetten, und zwar von seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah Baker. Sie hat sich zwei Wochen zuvor das Leben genommen. Clay erfährt, dass 13 Gründe zu ihrem Entschluss geführt haben, 13 Personen haben ihren Anteil daran. Auf jeder Kassette erzählt sie, was diese Person getan hat und inwiefern das ihren Entschluss beeinflusst hat.
Clay ist einer davon, was er sich jedoch nur schwer vorstellen kann, denn er war heimlich in Hannah verliebt - und sie in ihn.

"Dass ich immer mehr zittere, liegt nicht nur an der kalten Luft. Mit jeder Kassettenseite, die ich mir anhöre, wird meine Erinnerung auf den Kopf gestellt. Verändert sich mein Bild von Personen derart, dass ich sie nicht wiedererkenne."

S. 133
Meine Meinung
Ich finde die Idee wirklich originell. Es ist interessant, dass man so vieles über eine Person erfahren kann, und das nur, da sie ein paar Kassetten aufgenommen hat. Die Gründe, die sie genannt hat, waren für mich jedoch nicht alle so 'wichtig', als dass sie einen in den Tod treiben könnten - manche waren wirklich harmlos. Aber wenn man alle zusammenrechnet, kann es schon sehr schwer gewesen sein, damit umzugehen.
Was ich seltsam fand, war, dass Hannah in Clay verliebt war, aber sich dennoch umgebracht hatte. Ich meine, wenn man jemanden hat, den man liebt, dann ist das doch Grund genug, um am Leben zu bleiben, meint ihr nicht? Das ist auch Clays Problem, er versteht einfach nicht, warum Hannah sich ihm nicht anvertraut hat. Er ist der Meinung, er hätte ihr helfen können.

"Niemand von uns weiß genau, wie viel Einfluss wir auf das Leben der anderen haben. In der Regel gibt es keine konkreten Hinweise, und so machen wir einfach weiter, ohne unser Verhalten zu überdenken."

S. 154
Lob und Kritik
Der Schreibstil ist sehr gut gelungen, es wird hauptsächlich in Form der aufgenommenen Kassetten geschrieben. Natürlich gibt es auch 'Sprünge' in die Gegenwart zu Clay, aber das fand ich manchmal etwas verwirrend. Wenn Hannah gerade etwas erzählte und Clay nebenher mit seiner Mutter diskutierte, habe ich irgendwie beides nicht richtig mitbekommen.
Die ganze Geschichte ist sehr emotional, ich konnte mich gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen und war an der ein oder anderen Stelle ziemlich traurig darüber, was Hannah sich angetan hat. Ich konnte voll und ganz mit Clay mitfühlen ;)
Fazit
Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich finde nur, dass die Handlung an manchen Stellen etwas unrealistisch ist. Aber ansonsten ist es wirklich lesenswert und ich würde es allen weiterempfehlen, die mit so einer 'traurigen' Geschichte gut klarkommen ;)



[Rezension] "Lost Girl" by Sangu Mandanna

Rezension von "Lost Girl" (Sangu Mandanna)





Sangu Mandanna
Lost Girl - Im Schatten der Anderen
Ravensburger Buchverlag
Hardcover
1. Auflage, 2012
448 Seiten
ISBN 978-3-473-40080-5
Kaufe es hier






Ich habe ja wirklich lange überlegt, ob ich mir dieses Buch kaufen soll, denn das Cover hat mir nicht gefallen. Ich fand es einfach zu langweilig und nichtssagend. Dann konnte mich der Klappentext aber doch überzeugen und heute bin ich echt froh, dass ich es genommen habe - das Buch ist super. Es behandelt in gewisser Weise ein ernstes Thema, nämlich das Kopieren von Menschen.


Also das ist wörtlich gemeint. Man kann für geliebte Menschen ein sogenanntes Echo in Auftrag geben, das dann an einem geschützten Ort fernab der Außenwelt aufwächst. Ihnen wird beigebracht, so zu denken und zu handeln, wie ihr Original. Sie haben keinerlei Freiheiten, dürfen keine eigenen Entscheidungen treffen und nicht über ihr Leben bestimmen. Denn sie existieren einzig und allein um notfalls ihr Original zu ersetzen, falls dieses stirbt.




In diesem Buch geht es um eine Familie, die für ihre Tochter Amarra ein Echo herstellen ließ. Und von diesem Echo handelt die Geschichte.
Sie hasst es, ein Echo zu sein, denn so ist sie gezwungen, Amarras Leben zu leben, obwohl sie lieber ein ganz normales Mädchen wäre. Aus Protest gibt sie sich sogar einen eigenen Namen - Eva. Eigentlich ist das verboten, und sollte es jemand herausfinden, hat sie mit schwerwiegenden Konsequenzen zu rechnen. Aber ich kann euch sagen, das wird nicht die einzige Regel bleiben, die Eva bricht :D
Dann kommt jedoch, was kommen muss: Amarra stirbt und Eva muss ihr altes Leben hinter sich lassen und am anderen Ende der Welt ihr neues Leben als Amarra einnehmen. Dies bringt natürlich viele Schwierigkeiten mit sich, aber mehr verrate ich dazu nicht :)



Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen, denn es blieb bis zum Ende spannend. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Andeutungen und Fragen wurden aufgeworfen, deshalb wäre es mir unmöglich gewesen, es für eine Weile aus der Hand zu legen.
Es gab so gut wie keine langweiligen Stellen, gut, manchmal hat sich die Handlung ein bisschen gezogen, aber das wurde durch die andauernde Spannung wieder wet gemacht.

Aber ich habe auch ein bisschen Kritik. Der Schreibstil ist hier und da etwas holprig (kurze Sätze, kein Zusammenhang), was aber auch an der Übersetzung liegen kann. Es tut der Geschichte jedenfalls keinen Abbruch.
Außerdem ist das Buch zwar abgeschlossen (und soweit ich weiß, gibt es auch keine Fortsetzung), aber man möchte dennoch wissen, wie es weiter geht. Es werden nämlich noch ein paar Fragen aufgeworfen, die man nun mit seiner Fantasie beantworten muss. Ich persönlich denke allerdings, dass es nicht weitergeschrieben wurde, weil es dann kein Happy End geben würde.

Was ich loben muss, sind die Charaktere. Jeder ist einzigartig und individuell, und sie haben mich ein paar Mal überrascht, in dem sie Dinge getan haben, die ich nicht von ihnen erwartet hätte. Und obwohl das Thema relativ ernst ist, schaffen sie es, es ein wenig aufzulockern, mit viel Witz und Humor.
Ich habe oft gelacht, aber es gab auch traurige Stellen, an denen ich beinahe Tränen in den Augen hatte. Also für jeden Geschmack ist etwas dabei :)

Das Buch ist in der Gegenwart geschrieben, was zwar ungewöhnlich ist, aber auch mal ganz erfrischend. Am Anfang war es etwas befremdlich, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und gefallen daran gefunden.



 Alles in allem ist es ein gutes Buch, das ich definitiv weiterempfehlen würde :)

Freitag, 14. August 2015

Büchersucht...? Oh ja, und wie! ♥

Ich bin ein bekennender Bücherjunkie! Mein Zimmer besteht fast nur aus Büchern, und es kommen am laufenden Band neue hinzu. Ich kann einfach nicht damit aufhören, mir immer wieder neue Bände zu kaufen ;)
Aber eine große Mitschuld daran trägt meine Mutter. Sie liest genauso gerne wie ich und hat ungefähr fünfmal so viele Bücher! Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, dass es weit über 1000 sind. Sie hat mir die Liebe zum Lesen praktisch mit in die Wiege gelegt. Mein Bruder ist da das komplette Gegenteil, er hat glaube ich noch nie in seinem Leben ein ganzes Buch gelesen (von Comics mal abgesehen...), er ist eher im elektronischen Bereich unterwegs (Handy, PlayStation, was weiß ich, wie diese ganzen Dinger heißen, er hat jedenfalls genug davon).

Ich lese schon seit ich ungefähr sechs Jahre alt bin. Aber es schon früher angefangen, nämlich im Kindergarten. Damals habe ich einfach ein Buch aus dem Regal meiner Mutter gezogen und die Buchstaben darin abgezeichnet. So habe ich mir das Lesen und Schreiben selber beigebracht, darauf bin ich heute noch stolz :)

Vor circa zwei Jahren hat auch schon meine Leidenschaft für das Geschichtenschreiben angefangen. Ich hatte auf einmal diese Idee im Kopf und dachte mir, warum ein Buch über dieses Thema kaufen, wenn ich auch einfach selber eins schreiben kann? Und schon ging es los. Ich habe mir alle möglichen Notizen gemacht, habe die Handlung bestimmt, die Orte, Personen, und schließlich die Details. Das alles habe ich von Hand auf Notizblätter geschrieben, die ich noch heute in einem Ordner aufbewahre (nur zur Info, der Ordner ist randvoll). Ich habe über zwei Monate intensiv an der Geschichte gearbeitet, doch dann ist sie leider ins Stocken gekommen und ich habe sie nie wieder richtig aufgenommen. Das heißt, die halb fertige Geschichte liegt immer noch sorgfältig verwahrt in meinem Ordner (zum Teil) und auf dem Laptop. Ich habe allerdings vor, sie bald weiterzuschreiben, denn ich fände es schade, wenn sie einfach zugrunde gehen würde, nur weil ich keine Lust mehr hatte.

In der Zwischenzeit habe ich auch mit anderen Geschichten begonnen, die ich in der App Wattpad veröffentliche, bzw. schreibe (ein paar sind noch nicht veröffentlicht). Falls ihr selber einen Wattpad Account habt, könnt ihr mir das gerne schreiben, ich bin dort immer auf der Suche nach neuen Büchern ;)

So viel zu meiner Büchersucht. Ich habe übrigens wieder zwei neue Bücher bestellt und hoffe, dass sie morgen endlich kommen. Obwohl ich mich so langsam frage, wo ich sie denn hinstellen soll, ich habe hier bald keinen Platz mehr. Aber das kennt wohl jeder Buchjunkie, nicht wahr? Und wir finden doch jedes Mal eine Lösung ;)