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Samstag, 7. November 2015

[Rezension] "Falaysia - Fremde Welt - Allgrizia" von Ina Linger

Rezension von "Falaysia - Fremde Welt - Allgrizia" (Ina Linger)

Ina Linger
Falaysia - Fremde Welt - Allgrizia
Selbstverleger
1. Auflage, 2012
332 Seiten
ISBN 978-1484058565
Kaufe es hier
Handlung
Unvermutet und plötzlich wacht Jenna in einer ihr völlig fremden, mittelalterlichen Welt auf und weiß zunächst gar nichts, wo ihr der Kopf steht und was sie tun soll. Erst als sie auf ein altes Bauernpaar stößt, erfährt sie, dass sie sich in Falaysia befindet, einer Welt, die sich von der ihren völlig unterscheidet.
Wie sie dorthin gekommen ist und warum, bleiben für sie jedoch zunächst unbeantwortete Fragen - bis sie Leon begegnet, der ebenfalls aus ihrer Welt kommt, jedoch schon seit Jahren in Falaysia verschollen ist. Durch ihn erfährt sie, dass ihre Tante Melina und deren alter Freund Demeon für ihre missliche Lage verantwortlich und sie beide in ein gefährliches "Spiel" verwickelt sind, das sie erst noch begreifen müssen.
Obwohl Jenna und Leon sich gegenseitig nicht wirklich geheuer sind, beschließen sie, sich zusammenzuraufen und zu versuchen, gemeinsam den Weg durch die Länder Falaysias zurück nach Hause zu finden. Dies ist allerdings alles andere als ein Kinderspiel, denn es scheint so, als würde in Falaysia gerade ein Krieg ausbrechen.
Und dann gibt es da noch den gefürchteten Kriegerfürsten Marek, der noch eine persönliche Rechnung mit Leon offen hat und diesen wie ein Besessener verfolgt. Ein Mann, der bald auch schon Jennas Leben bedroht, aber dennoch eine seltsame Faszination auf sie ausübt...
Meinung
Wie jedes Buch hatte es natürlich seine Höhen und Tiefen, manchmal mehr und manchmal weniger. Fangen wir mal mit der negativen Seite an:
Kritik
Dieses Buch ist das erste, das ich jemals gelesen habe, in dem so unglaublich viele Rechtschreibfehler sind! Wirklich, es ist unbeschreiblich, und vor allem sind es so banale Fehler, die man eigentlich ohne Probleme hätte vermeiden können. Zum Beispiel steht dort "welchen" statt "welchem", oder ein Wort fehlt, oder Punkte am Satzende werden vergessen. Das könnte aber daran liegen, dass Ina Linger (die Autorin) ihr Buch selbst verlegt und es keinem Verlag geschickt hat, denn dann wären diese Fehler sicherlich vermieden worden.
Ein weiter Punkt ist, dass es manchmal seitenlange Erklärungen oder Gedankenführungen gibt, was zwar an sich etwas sehr Gutes ist, aber in diesem Buch war es einfach ermüdend und ziemlich langweilig. Vor allem sind die Seiten auch noch so groß, das Buch wirkt fast quadratisch :D Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil meine anderen Bücher eher schmal sind.
Aber jetzt zur anderen Seite:
Lob
Ich bewundere die Art, wie sie eine völlig neue Welt erschaffen hat, denn ich weiß aus Erfahrung, dass das ziemlich schwer ist. Auch die ganzen Namen haben mich beeindruckt, von den Personen und den Orten :)
Beispiel: Xadred, Vaylacia, Allgrizia (Orte), Nadir, Tido, Bakitarer (Namen), und so weiter...
Außerdem finde ich gut, dass es zwei Erzählstränge und insgesamt drei Erzählperspektiven gibt, nämlich die von Jenna, Leon und von Jennas Tante Melina. Der erste Erzählstrang ist der aus unserer Welt (Tante Melinas Sicht) und der zweite aus Falaysia (abwechselnd aus Jennas und Leons Sicht).
Was ich noch gut finde, sind die Charaktere, denn sie verändern sich wirklich mit jeder Seite und man kann ihnen genau dabei zusehen, wie sie mit jeder Aufgabe an sich selbst wachsen (und darüber hinaus). Aber meine beiden Lieblingscharaktere sind immer noch Benjamin und Guideon, auch wenn beide (bis jetzt) nur eine recht kleine Rolle in der Geschichte gespielt haben :)
Fazit
Es ist ein tolles Buch, wenn man auf "Weltenwechsel" steht, aber wenn nicht, dann würde ich es nicht empfehlen. Auch die Rechtschreibfehler und die langen Erklärungen ziehen sich manchmal und es macht stellenweise auch keinen Spaß mehr zu lesen.
Sonstiges
Ich muss euch warnen, das Buch endet mit einem riesigen Cliffhanger, also wenn ihr es euch kaufen wollt, dann kauft lieber schon den zweiten und dritten Teil mit :D Ach ja, bis jetzt gibt es schon sechs Teile, aber die Geschichte ist damit immer noch nicht vorbei, es werden noch weitere Bände erschienen :)

Samstag, 24. Oktober 2015

[Rezension] "Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" von Jennifer Estep

Rezension von "Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" (Jennifer Estep)

Black Blade

Black Blade - Das eisige Feuer der Magie
Jennifer Estep
Taschenbuch
1. Auflage, 2015
368 Seiten
ISBN 978-3-492-70328-4

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Dieses Buch habe ich vor ein paar Tagen vom Piper Verlag zugeschickt bekommen ♥ Wie genau es dazu gekommen ist und wie sehr ich mich darüber gefreut habe, könnt ihr hier nachlesen, wenn ihr wollt :)
Handlung
Es geht um ein 17-jähriges Mädchen namens Lila Merriweather, die in dem magischen Ort Cloudburst Falls lebt und sich selbst als den weiblichen Robin Hood der Stadt bezeichnet. Mit dem einzigen Unterschied, dass sie den Armen nichts zurückgibt und eigentlich alles in die eigene Tasche steckt. Denn Dank ihrer (geheimen) magischen Talente kann sie so ziemlich alles stehlen, was sie will, und bekommt dafür auch noch eine großzügige Belohnung.
Bis sie den Fehler begeht und einem reichen Jungen das Leben rettet. Nun soll ausgerechnet die begnadete Auftragsdiebin seine Leibwächterin werden und dummerweise scheint es irgendjemand auf den Kerl abgesehen zu haben.
Meine Meinung
Da ich schon die Frost-Reihe von Jennifer Estep gelesen habe, hatte ich auch entsprechend hohe Erwartungen an dieses Buch, die (sehr zu meiner Freude) fast vollständig erfüllt wurden (bis auf ein paar Kleinigkeiten) ♥
Es war vom ersten Satz an spannend und blieb es auch (mit ein paar Ausnahmen) bis hin zur letzten Seite, was ich an Büchern sehr liebe. Ich sage immer, wenn ein Buch mich fesselt, hat es schon gewonnen, denn wäre es nicht unglaublich toll, würde es mich auch nicht fesseln :D Und dieses Buch hat es definitiv geschafft ♥
Kritik
Wie bei jedem guten Buch muss es auch ein paar Schwachstellen geben, sonst wäre es zu glatt und zu langweilig. Genau genommen gab es zwei Dinge, die mich etwas gestört haben.
Erstens: das Ende. Ich will nicht sagen, dass es schlecht oder nicht spannend war, denn das war es, gar keine Frage, aber ich finde, man hätte es ein bisschen besser ausformulieren können. Die Schauplätze wechseln dort recht schnell und (Achtung Spoiler!)  Lila und ihr Freund können sich ziemlich gut aus den brenzligen Situationen befreien, was manchmal ein bisschen unrealistisch erschien.
Der zweite Punkt ist, dass ich sehr viele Parallelen zu anderen Büchern gesehen habe. Hauptsächlich zu der Frost-Reihe, was aber verständlich ist. Hier ein paar Beispiele:
(Achtung Spoiler!)
Lilas Mom wurde von "den Bösen" ermordet und ihr Dad spielt keine große Rolle in der Geschichte, genau wie bei Gwen in den Frost Büchern.
Außerdem sind beide Mädchen eher Einzelgängerinnen und haben eigentlich nur eine richtige Bezugsperson (Bei Lila ist es Mo und bei Gwen ihre Grandma).
Auch bei dem Pixie Oscar sehe ich eine Verbindung, für mich ist er wie das sprechende Schwert Vic in der anderen Buchreihe.
Und noch ein letztes Beispiel, das aber recht harmlos ist: In beiden Geschichten werden antike Waffen benutzt, also Schwerter, Dolche und Co. Das passt natürlich gut zu beiden Büchern, es ist mir auch nur am Rande aufgefallen.
Lob
Natürlich gab es auch einiges, was extrem gut gelungen ist :) Das beste waren für mich die Charaktere ♥ Meine absoluten Lieblinge waren definitiv Felix und Oscar! :D Sie haben mich einfach immer wieder zum Lachen gebracht und konnten mit ihrem Humor die ganze Stimmung aufheitern, egal wie gedrückt diese gerade war.
Danach kommt auf jeden Fall Mo, der meiner Meinung nach den Part des fürsorglichen Vaters, aber gleichzeitig den des harten Geschäftsmannes mit weichem Kern perfekt verkörpert hat. Auch seine ähnlich schlauen Sprüche haben mich oft zum Schmunzeln gebracht ;D
Auch Lila war eine tolle Figur, die mit ihrer sarkastischen Art und ihren schlagfertigen Sprüchen immer wieder bei mir gepunktet hat. Also alles in allem kann man sagen, dass mir so gut wie alle Charaktere sehr, sehr gut gefallen haben :)
Ein weiterer guter Punkt war der Einstieg in das Geschehen, die ersten paar Zeilen, Absätze, Seiten des Buches. Es war eine wunderbare Mischung aus Spannung, Humor und Erklärungen für den Leser. Ich glaube, ich habe noch niemals zuvor ein Buch gelesen, dessen Anfang mich so überzeugt hat wie dieser! ♥ Und nach so einem gelungenen ersten Teil will man natürlich immer weiter lesen, will wissen, ob der restliche Schreibstil genauso sehr von Humor und Spannung durchzogen ist :)
Fazit
Ein nahezu perfektes Buch, wie man es von einer Bestseller-Autorin erwarten kann ♥ Ich freue mich auf die weiteren Teile und hoffe, dass sie auch weiterhin so gut gelingen :)

Samstag, 10. Oktober 2015

Neuzugang ♥ - Kuss der Wölfin (Die komplette Trilogie)

Vor drei Tagen habe ich mir im Internet dieses Buch bestellt:



Es heißt "Kuss der Wölfin" von Katja Piel :)

Inhalt

"Du hast den Kuss empfangen und bist nun eine von uns"
Mein Name ist Anna Stubbe. Ich bin 422 Jahre alt und eine Gestaltwandlerin. Werwolf, würdest Du vielleicht denken, wenn Du um meine wahre Natur wüsstest, aber Werwölfe sind anders, und ich hoffe für Dich, dass Du nie einen treffen wirst.
Ich will Dir meine Geschichte erzählen, vom Sommer 2012 an, als ich Samuel kennenlernte. Und auch aus den Jahren zuvor will ich Dir erzählen, damit Du begreifst:
Ich bin kein Monster!


Dieser Gesamtband vereint die drei Einzelbände "Die Ankunft", "Die Suche" und "Die Begegnung". Außerdem enthält er die Kurzgeschichte "Der schwarze Tod" :)

Dieses Buch stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste, aber ich habe es irgendwie nie geschafft, es tatsächlich zu kaufen :D Deshalb habe ich mich vor ein paar Tagen dann doch dazu durchgerungen, den "Bestellen" Button zu drücken - und schon zwei Tage später war es da ♥ Jetzt, wo ich es wirklich habe, freue ich mich einfach nur darauf, es endlich zu lesen (und danach natürlich zu rezensieren ;))

Samstag, 15. August 2015

[Rezension] "Lost Girl" by Sangu Mandanna

Rezension von "Lost Girl" (Sangu Mandanna)





Sangu Mandanna
Lost Girl - Im Schatten der Anderen
Ravensburger Buchverlag
Hardcover
1. Auflage, 2012
448 Seiten
ISBN 978-3-473-40080-5
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Ich habe ja wirklich lange überlegt, ob ich mir dieses Buch kaufen soll, denn das Cover hat mir nicht gefallen. Ich fand es einfach zu langweilig und nichtssagend. Dann konnte mich der Klappentext aber doch überzeugen und heute bin ich echt froh, dass ich es genommen habe - das Buch ist super. Es behandelt in gewisser Weise ein ernstes Thema, nämlich das Kopieren von Menschen.


Also das ist wörtlich gemeint. Man kann für geliebte Menschen ein sogenanntes Echo in Auftrag geben, das dann an einem geschützten Ort fernab der Außenwelt aufwächst. Ihnen wird beigebracht, so zu denken und zu handeln, wie ihr Original. Sie haben keinerlei Freiheiten, dürfen keine eigenen Entscheidungen treffen und nicht über ihr Leben bestimmen. Denn sie existieren einzig und allein um notfalls ihr Original zu ersetzen, falls dieses stirbt.




In diesem Buch geht es um eine Familie, die für ihre Tochter Amarra ein Echo herstellen ließ. Und von diesem Echo handelt die Geschichte.
Sie hasst es, ein Echo zu sein, denn so ist sie gezwungen, Amarras Leben zu leben, obwohl sie lieber ein ganz normales Mädchen wäre. Aus Protest gibt sie sich sogar einen eigenen Namen - Eva. Eigentlich ist das verboten, und sollte es jemand herausfinden, hat sie mit schwerwiegenden Konsequenzen zu rechnen. Aber ich kann euch sagen, das wird nicht die einzige Regel bleiben, die Eva bricht :D
Dann kommt jedoch, was kommen muss: Amarra stirbt und Eva muss ihr altes Leben hinter sich lassen und am anderen Ende der Welt ihr neues Leben als Amarra einnehmen. Dies bringt natürlich viele Schwierigkeiten mit sich, aber mehr verrate ich dazu nicht :)



Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen, denn es blieb bis zum Ende spannend. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Andeutungen und Fragen wurden aufgeworfen, deshalb wäre es mir unmöglich gewesen, es für eine Weile aus der Hand zu legen.
Es gab so gut wie keine langweiligen Stellen, gut, manchmal hat sich die Handlung ein bisschen gezogen, aber das wurde durch die andauernde Spannung wieder wet gemacht.

Aber ich habe auch ein bisschen Kritik. Der Schreibstil ist hier und da etwas holprig (kurze Sätze, kein Zusammenhang), was aber auch an der Übersetzung liegen kann. Es tut der Geschichte jedenfalls keinen Abbruch.
Außerdem ist das Buch zwar abgeschlossen (und soweit ich weiß, gibt es auch keine Fortsetzung), aber man möchte dennoch wissen, wie es weiter geht. Es werden nämlich noch ein paar Fragen aufgeworfen, die man nun mit seiner Fantasie beantworten muss. Ich persönlich denke allerdings, dass es nicht weitergeschrieben wurde, weil es dann kein Happy End geben würde.

Was ich loben muss, sind die Charaktere. Jeder ist einzigartig und individuell, und sie haben mich ein paar Mal überrascht, in dem sie Dinge getan haben, die ich nicht von ihnen erwartet hätte. Und obwohl das Thema relativ ernst ist, schaffen sie es, es ein wenig aufzulockern, mit viel Witz und Humor.
Ich habe oft gelacht, aber es gab auch traurige Stellen, an denen ich beinahe Tränen in den Augen hatte. Also für jeden Geschmack ist etwas dabei :)

Das Buch ist in der Gegenwart geschrieben, was zwar ungewöhnlich ist, aber auch mal ganz erfrischend. Am Anfang war es etwas befremdlich, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und gefallen daran gefunden.



 Alles in allem ist es ein gutes Buch, das ich definitiv weiterempfehlen würde :)