Hey, Leute! ;)
Ich war gerade ein bisschen draußen und habe dabei über das Leben nachgedacht. So etwas passiert mir oft, wenn ich alleine bin :) Jedenfalls kam ich dabei auf die Frage, was besser wäre, blind oder taub zu sein. Ich weiß, dass beides schrecklich sein muss, aber gegen Taubheit gibt es ja inzwischen Mittel und Wege, sie zu "bekämpfen", zum Beispiel mit Hörgeräten oder Ähnlichem. Wenn man allerdings blind ist, kann man fast nichts tun, um wieder sehen zu können.
Deshalb habe ich mir spontan eine kleine Geschichte dazu ausgedacht. Ich möchte nicht zu viel verraten, lest sie doch einfach und bildet euch eure eigene Meinung :)
Ich war gerade ein bisschen draußen und habe dabei über das Leben nachgedacht. So etwas passiert mir oft, wenn ich alleine bin :) Jedenfalls kam ich dabei auf die Frage, was besser wäre, blind oder taub zu sein. Ich weiß, dass beides schrecklich sein muss, aber gegen Taubheit gibt es ja inzwischen Mittel und Wege, sie zu "bekämpfen", zum Beispiel mit Hörgeräten oder Ähnlichem. Wenn man allerdings blind ist, kann man fast nichts tun, um wieder sehen zu können.
Deshalb habe ich mir spontan eine kleine Geschichte dazu ausgedacht. Ich möchte nicht zu viel verraten, lest sie doch einfach und bildet euch eure eigene Meinung :)
Momentaufnahme aus dem Leben eines blinden Mädchens
Ich lag gerade in unserem Garten und sah hinauf in den Himmel. Meine Hände strichen über das weiche Gras, ich fühlte jeden einzelnen Grashalm unter meinen Fingern.
Der Himmel über mir war strahlend blau, nur ein paar kleine schneeweiße Wolken durchbrachen die Intensität dieser kräftigen Farbe. Die Sonne war lediglich ein leuchtender Punkt am Rande meines Blickfeldes. Ich würde sie mir gerne genauer ansehen, aber dafür war sie definitiv zu hell. Also begnügte ich mich damit, sie aus dem Augenwinkel genau zu mustern.
Ein sanfter Wind kam auf. Er ließ das Gras wie eine Welle wogen und wehte ein paar Strähnen meiner goldblonden Haare zur Seite. Da flog ein kleiner Schmetterling auf mich zu. Lächelnd hob ich eine Hand und er ließ sich darauf nieder. Die Sonne schien auf seine wunderschönen roten Flügel und ließ sie noch viel heller und strahlender erscheinen. Seine dunklen Fühler tasteten vorsichtig über meine Hand, dann saß er ganz still da. Ich betrachtete ihn genauer. Es war ein Monarchfalter. Fasziniert blickte ich auf dieses kleine Geschöpf in meiner Hand.
Da kam noch eine leichte Brise auf und der Schmetterling breitete seine Flügel aus und ließ sich wieder davontragen. Es schien, als wäre er schwerelos, so mühelos trieb er auf diesem Luftstrom.
Ich ließ meine Hand wieder in das Gras sinken und strich darüber, es beruhigte mich. Dann blieb mein Finger an einer Blume hängen. Es war eine winzige, violette Wildblume. Ich kannte den Namen nicht, aber sie faszinierte mich ebenso wie der Schmetterling gerade eben. Sie hatte herzförmige Blüten und einen geraden, dunkelgrünen Stiel. Wäre ich noch jünger gewesen, hätte ich sie bestimmt ausgerissen und meiner Mutter gebracht, aber jetzt verstand ich, dass ich sie damit umgebracht hätte. Und ich wollte so etwas Schönes nicht zerstören.
Da stupste auf einmal eine nasse Schnauze an meine Hand. Ich lächelte. Das war Emmy, meine Hündin. Und da sie hier war, hieß das, dass ich jetzt gehen musste. Ich brauchte sie nämlich, um mich zurechtzufinden.
Dann setzte ich mich seufzend auf. Ich öffnete die Augen und alles wurde wieder schwarz - die einzige Farbe, die blinde Menschen wahrnehmen können.
Der Himmel über mir war strahlend blau, nur ein paar kleine schneeweiße Wolken durchbrachen die Intensität dieser kräftigen Farbe. Die Sonne war lediglich ein leuchtender Punkt am Rande meines Blickfeldes. Ich würde sie mir gerne genauer ansehen, aber dafür war sie definitiv zu hell. Also begnügte ich mich damit, sie aus dem Augenwinkel genau zu mustern.
Ein sanfter Wind kam auf. Er ließ das Gras wie eine Welle wogen und wehte ein paar Strähnen meiner goldblonden Haare zur Seite. Da flog ein kleiner Schmetterling auf mich zu. Lächelnd hob ich eine Hand und er ließ sich darauf nieder. Die Sonne schien auf seine wunderschönen roten Flügel und ließ sie noch viel heller und strahlender erscheinen. Seine dunklen Fühler tasteten vorsichtig über meine Hand, dann saß er ganz still da. Ich betrachtete ihn genauer. Es war ein Monarchfalter. Fasziniert blickte ich auf dieses kleine Geschöpf in meiner Hand.
Da kam noch eine leichte Brise auf und der Schmetterling breitete seine Flügel aus und ließ sich wieder davontragen. Es schien, als wäre er schwerelos, so mühelos trieb er auf diesem Luftstrom.
Ich ließ meine Hand wieder in das Gras sinken und strich darüber, es beruhigte mich. Dann blieb mein Finger an einer Blume hängen. Es war eine winzige, violette Wildblume. Ich kannte den Namen nicht, aber sie faszinierte mich ebenso wie der Schmetterling gerade eben. Sie hatte herzförmige Blüten und einen geraden, dunkelgrünen Stiel. Wäre ich noch jünger gewesen, hätte ich sie bestimmt ausgerissen und meiner Mutter gebracht, aber jetzt verstand ich, dass ich sie damit umgebracht hätte. Und ich wollte so etwas Schönes nicht zerstören.
Da stupste auf einmal eine nasse Schnauze an meine Hand. Ich lächelte. Das war Emmy, meine Hündin. Und da sie hier war, hieß das, dass ich jetzt gehen musste. Ich brauchte sie nämlich, um mich zurechtzufinden.
Dann setzte ich mich seufzend auf. Ich öffnete die Augen und alles wurde wieder schwarz - die einzige Farbe, die blinde Menschen wahrnehmen können.