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Dienstag, 10. Juli 2018

[Rezension] - Kiss of Frost (Jennifer Estep)

Rezension "Kiss of Frost" (Jennifer Estep)


Jennifer Estep
Kiss of Frost
Kensington Teen
4. Auflage 2011
374 Seiten
ISBN 978-0-7582-6694-1
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Donnerstag, 28. Juni 2018

[Rezension] Touch of Frost - Jennifer Estep

Rezension "Touch of Frost" (Jennifer Estep)


Jennifer Estep
Touch of Frost
Kensington Teen
4. Auflage 2011
374 Seiten
ISBN 978-0-7582-6692-7
_______________________________________________________

Sonntag, 24. Juni 2018

[Rezi] "Alba & Seven" von Natasha Ngan

Rezension "Alba & Seven" (Natasha Ngan)


Natasha Ngan
Alba & Seven
Arena Verlag
1. Auflage 2016
432 Seiten
ISBN 978-3-401-51032-1

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Donnerstag, 8. Februar 2018

[Rezension] "Das tote Mädchen" von Steven James

Rezension zu "Das tote Mädchen" (Steven James)



Steven James
Das tote Mädchen
cbt Verlag
2. Auflage 2014
379 Seiten
ISBN 978-3-570-31007-6

Samstag, 5. Dezember 2015

[Rezension] "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

Rezension zu "Das Licht der letzten Tage" (Emily St. John Mandel)

Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
1. Auflage, 2014
416 Seiten
ISBN 978-3-492-06022-6
Kaufe es hier
Dieses Buch habe ich vom Piper Verlag bekommen :) Vielen Dank dafür ♥
Handlung
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön diese Welt war. Sie vermissen alles, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und weigern sich zu akzeptieren, dass all das für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.

Meinung
Bei diesem Buch hatte mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Ich hoffte auf eine düstere Dystopie, deswegen bin ich mit großen Erwartungen an das Buch herangegangen.

Den Anfang fand ich richtig spannend, als es um den Ausbruch der Pandemie ging; die Szenerie wirkt realistisch und ziemlich beängstigend. Doch dann kam ein Schnitt und plötzlich war es 20 Jahre später. Darüber war ich wirklich sehr enttäuscht, denn ich hatte gehofft, dass man noch mehr über die Epidemie erfährt. Aber zum Glück gab es immer wieder Rückblenden, und immer aus der Sicht anderer Charaktere, so dass man letztendlich doch noch mehr erfuhr.
Leider gab es auch einige Längen, so dass die Spannung wieder dahin war. Die Wechsel und die Zeitsprünge waren stellenweise verwirrend und ich kam manchmal aus dem Lesefluss raus und hatte teilweise auch überhaupt keine Lust mehr weiterzulesen.

Es gab viele unterschiedliche Erählstränge, die erst gegen Ende zusammengeführt wurden und sich so vieles aufklärte. Aber es bleiben für meinen Geschmack immer noch zu viele Fragen offen, was ich bei Einzelbändern sehr schade finde.
Fazit
Emily St. John Mandel gibt ihren Figuren eine Echtheit und Tiefe, so dass sie dem Leser während der Handlung ans Herz wachsen und man fühlt sich wohl mit ihnen. Die Sprache ist sehr schön und gehoben, man konnte sie leicht und flüssig lesen.
Mir hat dieser stille Roman gefallen, auch wenn es ein paar nicht ganz so gelungene Stellen gab. Es ist eine Dystopie, die wiederum keine ist, und um das zu schaffen, ist wirklich außerordentlich viel Talent vonnöten.

Samstag, 7. November 2015

[Rezension] "Falaysia - Fremde Welt - Allgrizia" von Ina Linger

Rezension von "Falaysia - Fremde Welt - Allgrizia" (Ina Linger)

Ina Linger
Falaysia - Fremde Welt - Allgrizia
Selbstverleger
1. Auflage, 2012
332 Seiten
ISBN 978-1484058565
Kaufe es hier
Handlung
Unvermutet und plötzlich wacht Jenna in einer ihr völlig fremden, mittelalterlichen Welt auf und weiß zunächst gar nichts, wo ihr der Kopf steht und was sie tun soll. Erst als sie auf ein altes Bauernpaar stößt, erfährt sie, dass sie sich in Falaysia befindet, einer Welt, die sich von der ihren völlig unterscheidet.
Wie sie dorthin gekommen ist und warum, bleiben für sie jedoch zunächst unbeantwortete Fragen - bis sie Leon begegnet, der ebenfalls aus ihrer Welt kommt, jedoch schon seit Jahren in Falaysia verschollen ist. Durch ihn erfährt sie, dass ihre Tante Melina und deren alter Freund Demeon für ihre missliche Lage verantwortlich und sie beide in ein gefährliches "Spiel" verwickelt sind, das sie erst noch begreifen müssen.
Obwohl Jenna und Leon sich gegenseitig nicht wirklich geheuer sind, beschließen sie, sich zusammenzuraufen und zu versuchen, gemeinsam den Weg durch die Länder Falaysias zurück nach Hause zu finden. Dies ist allerdings alles andere als ein Kinderspiel, denn es scheint so, als würde in Falaysia gerade ein Krieg ausbrechen.
Und dann gibt es da noch den gefürchteten Kriegerfürsten Marek, der noch eine persönliche Rechnung mit Leon offen hat und diesen wie ein Besessener verfolgt. Ein Mann, der bald auch schon Jennas Leben bedroht, aber dennoch eine seltsame Faszination auf sie ausübt...
Meinung
Wie jedes Buch hatte es natürlich seine Höhen und Tiefen, manchmal mehr und manchmal weniger. Fangen wir mal mit der negativen Seite an:
Kritik
Dieses Buch ist das erste, das ich jemals gelesen habe, in dem so unglaublich viele Rechtschreibfehler sind! Wirklich, es ist unbeschreiblich, und vor allem sind es so banale Fehler, die man eigentlich ohne Probleme hätte vermeiden können. Zum Beispiel steht dort "welchen" statt "welchem", oder ein Wort fehlt, oder Punkte am Satzende werden vergessen. Das könnte aber daran liegen, dass Ina Linger (die Autorin) ihr Buch selbst verlegt und es keinem Verlag geschickt hat, denn dann wären diese Fehler sicherlich vermieden worden.
Ein weiter Punkt ist, dass es manchmal seitenlange Erklärungen oder Gedankenführungen gibt, was zwar an sich etwas sehr Gutes ist, aber in diesem Buch war es einfach ermüdend und ziemlich langweilig. Vor allem sind die Seiten auch noch so groß, das Buch wirkt fast quadratisch :D Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil meine anderen Bücher eher schmal sind.
Aber jetzt zur anderen Seite:
Lob
Ich bewundere die Art, wie sie eine völlig neue Welt erschaffen hat, denn ich weiß aus Erfahrung, dass das ziemlich schwer ist. Auch die ganzen Namen haben mich beeindruckt, von den Personen und den Orten :)
Beispiel: Xadred, Vaylacia, Allgrizia (Orte), Nadir, Tido, Bakitarer (Namen), und so weiter...
Außerdem finde ich gut, dass es zwei Erzählstränge und insgesamt drei Erzählperspektiven gibt, nämlich die von Jenna, Leon und von Jennas Tante Melina. Der erste Erzählstrang ist der aus unserer Welt (Tante Melinas Sicht) und der zweite aus Falaysia (abwechselnd aus Jennas und Leons Sicht).
Was ich noch gut finde, sind die Charaktere, denn sie verändern sich wirklich mit jeder Seite und man kann ihnen genau dabei zusehen, wie sie mit jeder Aufgabe an sich selbst wachsen (und darüber hinaus). Aber meine beiden Lieblingscharaktere sind immer noch Benjamin und Guideon, auch wenn beide (bis jetzt) nur eine recht kleine Rolle in der Geschichte gespielt haben :)
Fazit
Es ist ein tolles Buch, wenn man auf "Weltenwechsel" steht, aber wenn nicht, dann würde ich es nicht empfehlen. Auch die Rechtschreibfehler und die langen Erklärungen ziehen sich manchmal und es macht stellenweise auch keinen Spaß mehr zu lesen.
Sonstiges
Ich muss euch warnen, das Buch endet mit einem riesigen Cliffhanger, also wenn ihr es euch kaufen wollt, dann kauft lieber schon den zweiten und dritten Teil mit :D Ach ja, bis jetzt gibt es schon sechs Teile, aber die Geschichte ist damit immer noch nicht vorbei, es werden noch weitere Bände erschienen :)

Samstag, 24. Oktober 2015

[Rezension] "Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" von Jennifer Estep

Rezension von "Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" (Jennifer Estep)

Black Blade

Black Blade - Das eisige Feuer der Magie
Jennifer Estep
Taschenbuch
1. Auflage, 2015
368 Seiten
ISBN 978-3-492-70328-4

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Dieses Buch habe ich vor ein paar Tagen vom Piper Verlag zugeschickt bekommen ♥ Wie genau es dazu gekommen ist und wie sehr ich mich darüber gefreut habe, könnt ihr hier nachlesen, wenn ihr wollt :)
Handlung
Es geht um ein 17-jähriges Mädchen namens Lila Merriweather, die in dem magischen Ort Cloudburst Falls lebt und sich selbst als den weiblichen Robin Hood der Stadt bezeichnet. Mit dem einzigen Unterschied, dass sie den Armen nichts zurückgibt und eigentlich alles in die eigene Tasche steckt. Denn Dank ihrer (geheimen) magischen Talente kann sie so ziemlich alles stehlen, was sie will, und bekommt dafür auch noch eine großzügige Belohnung.
Bis sie den Fehler begeht und einem reichen Jungen das Leben rettet. Nun soll ausgerechnet die begnadete Auftragsdiebin seine Leibwächterin werden und dummerweise scheint es irgendjemand auf den Kerl abgesehen zu haben.
Meine Meinung
Da ich schon die Frost-Reihe von Jennifer Estep gelesen habe, hatte ich auch entsprechend hohe Erwartungen an dieses Buch, die (sehr zu meiner Freude) fast vollständig erfüllt wurden (bis auf ein paar Kleinigkeiten) ♥
Es war vom ersten Satz an spannend und blieb es auch (mit ein paar Ausnahmen) bis hin zur letzten Seite, was ich an Büchern sehr liebe. Ich sage immer, wenn ein Buch mich fesselt, hat es schon gewonnen, denn wäre es nicht unglaublich toll, würde es mich auch nicht fesseln :D Und dieses Buch hat es definitiv geschafft ♥
Kritik
Wie bei jedem guten Buch muss es auch ein paar Schwachstellen geben, sonst wäre es zu glatt und zu langweilig. Genau genommen gab es zwei Dinge, die mich etwas gestört haben.
Erstens: das Ende. Ich will nicht sagen, dass es schlecht oder nicht spannend war, denn das war es, gar keine Frage, aber ich finde, man hätte es ein bisschen besser ausformulieren können. Die Schauplätze wechseln dort recht schnell und (Achtung Spoiler!)  Lila und ihr Freund können sich ziemlich gut aus den brenzligen Situationen befreien, was manchmal ein bisschen unrealistisch erschien.
Der zweite Punkt ist, dass ich sehr viele Parallelen zu anderen Büchern gesehen habe. Hauptsächlich zu der Frost-Reihe, was aber verständlich ist. Hier ein paar Beispiele:
(Achtung Spoiler!)
Lilas Mom wurde von "den Bösen" ermordet und ihr Dad spielt keine große Rolle in der Geschichte, genau wie bei Gwen in den Frost Büchern.
Außerdem sind beide Mädchen eher Einzelgängerinnen und haben eigentlich nur eine richtige Bezugsperson (Bei Lila ist es Mo und bei Gwen ihre Grandma).
Auch bei dem Pixie Oscar sehe ich eine Verbindung, für mich ist er wie das sprechende Schwert Vic in der anderen Buchreihe.
Und noch ein letztes Beispiel, das aber recht harmlos ist: In beiden Geschichten werden antike Waffen benutzt, also Schwerter, Dolche und Co. Das passt natürlich gut zu beiden Büchern, es ist mir auch nur am Rande aufgefallen.
Lob
Natürlich gab es auch einiges, was extrem gut gelungen ist :) Das beste waren für mich die Charaktere ♥ Meine absoluten Lieblinge waren definitiv Felix und Oscar! :D Sie haben mich einfach immer wieder zum Lachen gebracht und konnten mit ihrem Humor die ganze Stimmung aufheitern, egal wie gedrückt diese gerade war.
Danach kommt auf jeden Fall Mo, der meiner Meinung nach den Part des fürsorglichen Vaters, aber gleichzeitig den des harten Geschäftsmannes mit weichem Kern perfekt verkörpert hat. Auch seine ähnlich schlauen Sprüche haben mich oft zum Schmunzeln gebracht ;D
Auch Lila war eine tolle Figur, die mit ihrer sarkastischen Art und ihren schlagfertigen Sprüchen immer wieder bei mir gepunktet hat. Also alles in allem kann man sagen, dass mir so gut wie alle Charaktere sehr, sehr gut gefallen haben :)
Ein weiterer guter Punkt war der Einstieg in das Geschehen, die ersten paar Zeilen, Absätze, Seiten des Buches. Es war eine wunderbare Mischung aus Spannung, Humor und Erklärungen für den Leser. Ich glaube, ich habe noch niemals zuvor ein Buch gelesen, dessen Anfang mich so überzeugt hat wie dieser! ♥ Und nach so einem gelungenen ersten Teil will man natürlich immer weiter lesen, will wissen, ob der restliche Schreibstil genauso sehr von Humor und Spannung durchzogen ist :)
Fazit
Ein nahezu perfektes Buch, wie man es von einer Bestseller-Autorin erwarten kann ♥ Ich freue mich auf die weiteren Teile und hoffe, dass sie auch weiterhin so gut gelingen :)

Samstag, 17. Oktober 2015

[Rezension] "Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand" von Aprilynne Pike

Rezension von "Dangerous Visions  - Es liegt in deiner Hand" (Aprilynne Pike)


Aprilynne Pike
Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand
cbj Verlag
1. Auflage, 2015
384 Seiten
ISBN 978-3-570-15994-1

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Handlung
In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Charlotte. Aber sie ist nicht einfach nur ein Mädchen, sie ist ein Orakel. Was das genau bedeutet, erfährt sie schon als kleines Mädchen, als sie eine Vision bekommt, in der sie ihre Tante sterben sah. Sie wollte es verhindern, aber dabei ist ihr Vater gestorben und ihre Mutter sitzt seitdem im Rollstuhl. Ihre Tante ist auch ein Orakel und seit diesem Tag lehrt sie Charlotte mit diesen Visionen umzugehen - sie zu bekämpfen. Denn im Leben eines Orakels gibt es genau drei Regeln, die auf keinen Fall gebrochen werden dürfen:
1. Verrate niemandem außer einem anderen Orakel, dass du ein Orakel bist.
2. Kämpfe mit aller Kraft gegen deine Visionen an. Gib niemals nach. Gib niemals auf. Schließe nicht die Augen.
3. Ändere niemals und unter keinen Umständen die Zukunft.
Aber als Charlotte eine Vision von einer ermordeten Mitschülerin erhält, kann sie sich nicht an diese Regeln halten und beschließt zu handeln.

Meinung
Der Schreibstil ist sehr schön und jugendhaft, genau wie die Charaktere. Ich finde es auch gut, dass das Buch gegen Ende sehr "verrückt" wird, also als Charlotte (Achtung Spoiler!) Visionen bekommt, die eigentlich gar nicht echt sind. 
Auch den Handlungsstrang mit ihrer Tante Sierra und Smith in ihrer Jugend finde ich sehr schön, und ich liebe diese Verknüpfung mit der Gegenwart. Es gibt einem zu denken und klärt sich wirklich erst auf der letzten Seite. Ich finde auch interessant, wie gerissen Smith ist, denn selbst ich habe erst ziemlich spät bemerkt, dass er (Achtung Spoiler!) der Böse in der Geschichte ist. Und ich weiß meistens schon nach den ersten paar Seiten, wer den Mord begangen hat, deshalb, Hut ab :D Es wurde so gut getarnt, dass es wirklich fast unmöglich ist, ihn sofort als "den Bösen" zu erkennen :)

Lob
Ich mag das Ende. Okay, eigentlich mag ich es nicht, aber genau deshalb mag ich es. Zur Erlärung: (Achtung Spoiler!) Charlotte ist sozusagen mit einem Jungen zusammen, den sie schon seit Kindheitstagen liebt, aber am Ende gesteht er ihr, dass sie nur als "Platzhalter" da war, weil seine frühere Freundin gestorben ist und er Ablenkung brauchte.
Das ist der Grund, warum ich das Ende nicht mag, nämlich weil ich mir natürlich gewünscht habe, dass sie für immer und ewig zusammenbleiben ♥ Aber ich mag es, weil es eben nicht so ein typisches Happy End ist, sondern eins der anderen Art, denn (Achtung Spoiler!) Charlotte akzeptiert es sofort und ist nicht am Boden zerstört, im Gegenteil, sie geht ganz gut damit um (und sie bleiben Freunde, aber nicht mehr).

Fazit
Ein gelungenes Buch mit mehreren Handlungssträngen, welches ein ziemlich unvorhersehbares Ende hatte, was ich an Büchern wirklich liebe ♥

Dienstag, 29. September 2015

[Rezension] "Carrie" von Stephen King

Rezension von "Carrie" (Stephen King)

 

Stephen King
Carrie
Bastei Lübbe Verlag
1. Auflage, 1974
320 Seiten
ISBN 978-3-404-16958-0
Kaufe es hier
Ihr erinnert euch sicher noch an den Post, den ich vor ein paar Tagen über dieses Buch hochgeladen habe, nicht wahr? ;D
Wenn nicht, klickt einfach hier :)
Jedenfalls habe ich es schon vor einer Weile fertig gelesen und wollte diese Rezension auch schon lange hochladen, aber wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, war ich die letzten Tage im Krankenhaus und konnte es deshalb nicht tun ( Krankenhaus?! - Was ist passiert? )
Handlung:
Carrie ist eine Außenseiterin. In der Schule wird sie gnadenlos fertig gemacht und zu Hause leidet sie unter dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter. Nur ein einziges Mal fühlt sie sich wie ein normales Mädchen - als sie zum Schulball eingeladen wird. Doch der Abend endet nach einem grausamen Streich in einer Katastrophe, denn Carrie ist beseelt von einer unheimlichen Gabe, die sie ein Inferno entfesseln lässt, gegen das die Hölle wie ein lieblicher Garten Eden aussieht.
Meinung:
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch vereint so viele verschiedene Aspekte, dass es schwer sein wird, auf alle einzugehen. Aber ich werde es versuchen :)
- Da es 1974 geschrieben wurde, ist die Sprache dementsprechend altmodisch, aber es war trotzdem leicht zu lesen. Natürlich, es wurden viele Wörter benutzt, die heute nicht mehr gebräuchlich sind, aber verständlich war es dennoch.
Ich fand es sehr interessant, so ein "altes" Buch zu lesen und hatte auch hohe Erwartungen (immerhin wurde das Buch (als Stephen Kings Erstlingswerk) in den siebten Himmel gelobt), doch meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt :)
- Das Buch besteht nicht nur aus einer reinen Geschichte, es werden immer wieder Zeitungsartikel oder Ausschnitte aus Büchern eingeführt.
Achtung Spoiler!
Zum besseren Verständnis: Ein paar Personen haben die Ballnacht überlebt, und später Bücher über diesen Tag geschrieben. Aus diesen Büchern stammen die Artikel. (Anfangs wusste ich nicht, ob die Artikel echt sind, aber das sind sie nicht, es ist alles reine Fiktion :D)
Jedenfalls hat man durch diese Artikel viel über das erfahren, was noch passieren wird, um ein Beispiel zu machen, einer handelt von Carries Mutter und ihrem Fanatismus. Am Ende des Artikels stand etwas wie "... da sie in dieser Nacht starb..." Versteht ihr? Es wurden immer wieder Andeutungen gemacht, dass in dieser Nacht so viel Schlimmes und Schreckliches passiert, aber die eigentliche Geschichte war noch gar nicht so weit. Deshalb konnte ich das Buch so schwer aus der Hand legen, ich wollte UNBEDINGT wissen, wie diese Ballnacht so aus dem Ruder laufen konnte :D
- Bevor ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich immer gefragt, ob es ein normales Buch ist, oder ob ein paar übernatürliche Elemente ein Rolle spielen werden. Diese Frage wurde recht schnell beantwortet: (Achtung Spoiler!) Es gibt durchaus Übernatürliches, nämlich die Macht der Telekinese (also die Macht, Gegenstände durch bloße Gedankenkraft zu bewegen). Und Carrie besitzt diese Gabe. Dadurch schafft sie es, Tod und Zerstörung über ihre kleine Stadt zu bringen.
Ich finde es gut, dass das Buch keine wirklichen "Fantasy" Elemente enthält, denn dann wäre es wieder unglaubwürdig. Aber die Telekinese ist auch heutzutage noch umstritten, es gibt Menschen, die behaupten, sie hätten diese Gabe tatsächlich.
- Das Buch zeigt auch, dass Fanatismus sehr, sehr zerstörerisch sein kann. (Achtung Spoiler!) Ich meine, Carries Mom will sie umbringen, weil sie nicht so geworden ist, wie sie es gern hätte (sprich, nicht so gottesfürchtig ist wie sie). Schon als Carrie drei Jahre alt war, wollte ihre Mom sie töten, was Carrie nur durch ihre telekinesischen Mächte verhindern konnte. Selbst als Carrie älter wird, will ihre Mutter sie ermorden. Sie denkt nämlich, in Carrie würde der Teufel höchstpersönlich leben.
Das einzig Negative (und das lag nicht einmal an dem Buch :D) war, dass mir im Vorfeld oft erzählt wurde, dass es ein totales Horror Buch ist und mega unheimlich (einmal wurde ich sogar gefragt, ob ich denn noch schlafen könne, nachdem ich es gelesen hätte) :D Deshalb war es mir nicht gruselig genug, ich dachte wirklich, es würde noch etwas Einschlagendes kommen, bei dem ich mir denke "Oh Gott, DAS war aber unheimlich!", aber leider gab es so etwas nicht.
Natürlich war es schon schlimm, das Ende, und auch zu einem gewissen Grad gruselig, aber eben nicht so, wie ich es wegen der Fragen davor erwartet hatte.
Fazit:
Ich kann verstehen und voll und ganz nachvollziehen, warum das Buch so gute Bewertungen hat. Stephen King ist einfach der Meister des Horrors (wie ich schon früher gesagt habe :D) und seine Geschichten sind genial! Carrie bildet da keine Ausnahme, ich liebe die Handlung, die Idee, den Inhalt, die Charaktere, einfach alles! Und für ein "altes" Buch (von 1974!) ist es einfach großartig :)

Samstag, 12. September 2015

[Rezension] "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" von Alex Morel

Rezension von "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" (Alex Morel)

  
Alex Morel
Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt
Egmont LYX Verlag
1. Auflage, 2015
Taschenbuch
255 Seiten
ISBN 978-3-8025-9756-5
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Das Buch handelt von Jane Solis, einem Mädchen, das nach zwei missglückten Suizidversuchen in einer Anstalt namens "Life House" sitzt. Sie hasst es dort, doch äußerlich tut sie so, als wäre sie auf dem Weg der Besserung. Aber heimlich heckt sie seit Monaten einen genialen Plan aus: Sie will über Weihnachten nach Hause zu ihrer Familie fliegen - das sagt sie zumindest zu den Ärzten. Jedoch hat sie Hintergedanken. In diesem Flugzeug möchte sie ihrem Leben endgültig ein Ende setzen. Ihr Körper soll am Flughafen in Chicago ankommen, aber ihre Seele wird längst auf dem Weg ins Nirwana sein.
Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihr: Das Flugzeug stürzt über den Rocky Mountains ab, und Jane und ihr Sitznachbar Paul sind die einzigen Überlebenden. Gemeinsam beginnen sie, sich auf der Suche nach Rettung durch die eisige Wildnis zu kämpfen. Jeder Tag könnte ihr letzter sein und Jane merkt zum ersten Mal: Sie will leben.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch eines der schönsten und ergreifendsten, die ich je gelesen habe ♥ Auch andere sagen:

Herzergreifend und unglaublich stark! Dieses Buch will man immer und immer wieder lesen. - Lisi Harrison

Außerdem steht in der Buchbeschreibung:

Das hochdramatische Abenteuer einer starken Heldin, die im erbitterten Kampf ums Überleben zu sich selbst findet und dabei ihrer großen Liebe begegnet. Aufreibend, ergreifend und herzzerreißend!

Ich glaube, mehr muss ich dazu nicht sagen. Es ist ein wunderschönes Buch, ich habe es geliebt und werde es sicher noch viele, viele Male lesen :)

Die einzige Kritik, die ich habe, ist, dass die Sätze oft mit "Ich" anfangen. Natürlich ist das nicht so schlimm, aber manchmal ein bisschen einfallslos.

Fazit: Ich kann es nur weiterempfehlen, denn es entführt einen in die Welt eines Mädchens, das sich im Laufe des Buch weiterentwickelt und über sich selbst hinauswächst. Sie geht über alle Grenzen, tut alles, um zu überleben und findet dabei auch noch ihre große Liebe ♥

Sonntag, 30. August 2015

[Rezension] "Schau mir in die Augen, Audrey" by Sophie Kinsella

Rezension von "Schau mir in die Augen, Audrey" (Sophie Kinsella)


 




Sophie Kinsella
Schau mir in die Augen, Audrey
cbj Verlag
1. Auflage, 2015

384 Seiten

ISBN 978-3-570-17148-6


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Das Buch handelt von der 14-jährigen Audrey Turner, die auf ihrer früheren Schule ziemlich übel gemobbt wurde und deshalb beinahe täglich Panikattacken bekommt. Sie hat eine sogenannte "Soziale Phobie" und verlässt das Haus so gut wie gar nicht mehr.
Als ihre Therapeutin ihr rät, einen Dokumentarfilm über ihre Familie zu drehen, ist Audrey zunächst skeptisch. Denn sie lebt nicht gerade in einer Bilderbuchfamilie - im Gegenteil, Familie Turner ist sozusagen der Inbegriff des Chaotischen.
Da wären eine verrückte Mutter, die ständig neue und seltsame Erziehungsmethoden an ihren Kindern anwendet, ein Vater, der an einen etwas schluffigen Teddybären erinnert und Problemen grundsätzlich aus dem Weg geht, ein älterer Bruder, der ein totaler Computernerd und Tag und Nacht online ist, und ein jüngerer Bruder, der noch der normalste der ganzen Familie zu sein scheint - er ist aber auch erst vier Jahre alt.
Und dann wäre da natürlich noch Audrey, die sich wegen ihrer Phobie nahezu pausenlos mit dunkler Sonnenbrille und zugezogenen Vorhängen in ihrem Zimmer versteckt.
Als Audrey widerstrebend beginnt, den Film zu drehen, bemerkt sie dabei immer öfter Linus, den süßen Freund ihres Bruder, der sie genau zu verstehen scheint. Und auf einmal fragt sie sich, wie es wohl wäre, ihm tief in die Augen zu schauen, so ganz ohne Sonnenbrille.
Meiner Meinung nach ist dieses Jugendbuch eines der besten, die ich je gelesen habe. Es vereint das vorsichtige Thema "Angststörung" mit extrem viel Humor und ich muss sagen, Familie Turner ist einfach so sympathisch, dass sie mir jetzt schon ans Herz gewachsen ist :)

Ich habe eigentlich nichts zu kritisieren, die Geschichte ist stimmig und auch die Handlung passt sich dem Leser an. Das einzige, klitzekleine Problem bei mir war, dass ich mich nicht von Anfang an in Audrey hineinversetzen konnte. Aber das lag daran, dass ich nicht wusste, wie sehr Menschen unter Angststörungen leiden können, ich dachte erst, das ist doch viel zu übertrieben. Aber als mir klar wurde, wie schlimm es wirklich ist, hatte ich sofort Mitleid mit Audrey und konnte mich auch gut in sie hineinversetzen :)


Das Buch ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür witzig und humorvoll geschrieben - und wie gesagt, es ist eines der besten, die ich je gelesen habe :)

Mittwoch, 19. August 2015

[Rezension] "Die Auserwählten im Labyrinth" by James Dashner

Rezension von "Die Auserwählten im Labyrinth" (James Dashner)




Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie.

Es geht um einen Jungen, der völlig verwirrt und ohne Erinnerungen an sein früheres Leben auf einer Lichtung aufwacht. Er kann sich lediglich an seinen Namen erinnern - Thomas. Recht schnell findet er heraus, dass die anderen Jugendlichen dort (allesamt Jungen) sich ebenfalls nur an ihren Namen erinnern können.
Jeden Monat kommt ein Neuer auf die Lichtung, die von riesigen Mauern umgeben ist. Dahinter befindet sich ein Labyrinth - und mit diesem die Freiheit. Allerdings ist es noch keinem von ihnen gelungen, den Ausgang zu finden.
Meiner Meinung nach ist das Buch ein sensationeller Auftakt der Trilogie. Es ist auf jeder Seite spannend, wird nie langweilig. Es werden die ganze Zeit Hinweise gegeben und zeitgleich Fragen aufgeworfen, das Ende ist dementsprechend überraschend aber gleichzeitig vorhersehbar - in gewisser Weise.
Ich habe es verschlungen, genau wie den zweiten und dritten Teil der Reihe. James Dashner hat seine ganz eigene Art und Weise, die Spannung aufrechtzuerhalten und uns über Rätsel und Fragen nachdenken zu lassen. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es extrem anspruchsvoll ist, aber man muss definitiv an einigen Stellen innehalten und über das Geschriebene nachdenken. Man muss selbstständig Dinge miteinander verknüpfen und fängt dabei automatisch an, selber nach einem Ausweg aus dem Labyrinth zu suchen ;)
Fazit: Das Buch (bzw. die ganze Reihe) ist eines der besten, die ich jemals gelesen habe (und glaubt mir, ich habe schon viel gelesen ;)). Ich würde es wirklich jedem weiterempfehlen, denn es ist spannend, mitreißend, fesselnd und bringt sogar etwas Humor mit hinein. Meiner Meinung nach die perfekte Mischung und genau so, wie gute Bücher sein sollten ;)
P.S. Es wurde auch verfilmt, allerdings unter dem englischen Namen "Maze Runner", und ich muss zugeben, der Film kann es definitiv mit dem Buch aufnehmen (und wie ihr vielleicht wisst, finde ich Bücher sonst grundsätzlich besser als ihre Verfilmungen). Noch ein Zeichen dafür, wie begeistert ich von der Reihe bin :)



James Dashner
Die Auserwählten im Labyrinth
Carlsen Verlag
2. Auflage, 2012
496 Seiten
ISBN 978-3-551-31231-0

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Montag, 17. August 2015

[Rezension] "Bin mal kurz tot" by Lance Rubin



Rezension von "Bin mal kurz tot" (Lance Rubin )






Lance Rubin
Bin mal kurz tot
ivi Verlag
1. Auflage, 2015
345 Seiten
ISBN 978-3-492-70334-5

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Dieses Buch habe ich aufgrund einer Rezension gekauft, die besagt, dass es sehr gut sein soll und vor allem lustig geschrieben ist. Und das stimmt, ich musste oft lachen, aber es ist dennoch ein ernstes Thema, über das geschrieben wird.

Idee:
In der Welt dieses Buches steht bei allen Menschen von der Geburt an fest, wann sie sterben werden. Deshalb gibt es beispielsweise makabre Beerdigungszeremonien, bei denen derjenige, der am folgenden Tag sterben wird, selbst eine Rede halten muss.
Der Protagonist befindet sich in ebendieser Situation. Denn Denton Little muss morgen sterben und hat heute den verrücktesten Tag seines Lebens ;)
Handlung:
Denton hat nur noch einen Tag zu Leben, und diesen Tag wollte er eigentlich nutzen, um sich zu verabschieden und mit seinem Leben abzuschließen. Doch es kommt anders, als er erwartet hatte. Am Tag vor seinem offiziellen Ableben wacht er im Bett der Schwester seines besten Freundes auf (dabei ist er eigentlich mit einem anderen Mädchen (Taryn) zusammen) und kann sich an nichts mehr erinnern.
Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf, mit vielen Ausreden, Gefühlschaos, und jeder Menge Humor. Außerdem bemerkt Denton einen seltsamen Klecks an seinem Bein und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen, die er 24 Stunden vor seinem offiziellen Todestag natürlich nicht mehr alle beantworten kann...
Spannung:
Das Buch ist super spannend, aber auch lustig und sarkastisch geschrieben. Wie gesagt, es werden Fragen aufgeworfen und immer seltsamere Dinge geschehen in Dentons Leben. Also ich konnte das Buch erst aus der Hand legen, als ich auch den letzten Satz zu Ende gelesen hatte.
Charaktere:
Sein bester Freund Paolo und seine Schwester Veronica (in deren Bett Denton aufwacht) sind mega witzig und sarkastisch dargestellt. Ich liebe Paolos schlaue Sprüche und Veronicas Art und Weise, Denton das Leben schwer zu machen. Auch seine Freundin Taryn hat ihre eigene Sichtweise der Dinge und sein Dad und seine Stiefmutter könnten unterschiedlicher nicht sein. Alles in allem sind die Charaktere rund und es macht Spaß, sie auf ihrer Reise in den Tod zu begleiten :)
Kritik:
Wie so oft muss ich bemängeln, dass das Ende so abrupt und kurz geraten ist. Mir fehlt ein klein wenig was, noch ein bisschen mehr Aufklärung, wie es weitergeht. Denn im Grunde werden mit dem Ende noch viele weitere Fragen aufgeworfen, die man nun nicht mehr beantwortet bekommt. 


Fazit:
Ich liebe das Buch. Obwohl das Ende ein bisschen enttäuschend war, lohnt es sich definitiv, es zu lesen, schon allein wegen dem ganzen Witz und Humor, der in jedem Satz steckt. Ich würde mir aber wünschen, dass es eine Fortsetzung gibt, so dass die unbeantworteten Fragen noch beantwortet werden können. Wer weiß, vielleicht wird ja tatsächlich an einem zweiten Teil geschrieben :)

Samstag, 15. August 2015

[Rezension] "Tote Mädchen lügen nicht" by Jay Asher

Rezension von "Tote Mädchen lügen nicht" (Jay Asher)

Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
cbt Verlag
5. Auflage, 2010
288 Seiten
ISBN 978-3-570-30734-2
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Dieses Buch habe ich vor ungefähr zwei oder drei Jahren geschenkt bekommen, und ich habe mir gedacht, es wäre interessant, mal eine Rezension darüber zu schreiben. Und hier ist sie ;)
Handlung
Es geht um den Schüler Clay Jensen, der eines Tages ein unbeschriftetes Paket vor seiner Haustür findet. Lediglich sein Name steht darauf. In diesem Paket findet er 13 Kassetten, die er sich innerhalb einer Nacht anhört.
Es sind selbstaufgenommene Kassetten, und zwar von seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah Baker. Sie hat sich zwei Wochen zuvor das Leben genommen. Clay erfährt, dass 13 Gründe zu ihrem Entschluss geführt haben, 13 Personen haben ihren Anteil daran. Auf jeder Kassette erzählt sie, was diese Person getan hat und inwiefern das ihren Entschluss beeinflusst hat.
Clay ist einer davon, was er sich jedoch nur schwer vorstellen kann, denn er war heimlich in Hannah verliebt - und sie in ihn.

"Dass ich immer mehr zittere, liegt nicht nur an der kalten Luft. Mit jeder Kassettenseite, die ich mir anhöre, wird meine Erinnerung auf den Kopf gestellt. Verändert sich mein Bild von Personen derart, dass ich sie nicht wiedererkenne."

S. 133
Meine Meinung
Ich finde die Idee wirklich originell. Es ist interessant, dass man so vieles über eine Person erfahren kann, und das nur, da sie ein paar Kassetten aufgenommen hat. Die Gründe, die sie genannt hat, waren für mich jedoch nicht alle so 'wichtig', als dass sie einen in den Tod treiben könnten - manche waren wirklich harmlos. Aber wenn man alle zusammenrechnet, kann es schon sehr schwer gewesen sein, damit umzugehen.
Was ich seltsam fand, war, dass Hannah in Clay verliebt war, aber sich dennoch umgebracht hatte. Ich meine, wenn man jemanden hat, den man liebt, dann ist das doch Grund genug, um am Leben zu bleiben, meint ihr nicht? Das ist auch Clays Problem, er versteht einfach nicht, warum Hannah sich ihm nicht anvertraut hat. Er ist der Meinung, er hätte ihr helfen können.

"Niemand von uns weiß genau, wie viel Einfluss wir auf das Leben der anderen haben. In der Regel gibt es keine konkreten Hinweise, und so machen wir einfach weiter, ohne unser Verhalten zu überdenken."

S. 154
Lob und Kritik
Der Schreibstil ist sehr gut gelungen, es wird hauptsächlich in Form der aufgenommenen Kassetten geschrieben. Natürlich gibt es auch 'Sprünge' in die Gegenwart zu Clay, aber das fand ich manchmal etwas verwirrend. Wenn Hannah gerade etwas erzählte und Clay nebenher mit seiner Mutter diskutierte, habe ich irgendwie beides nicht richtig mitbekommen.
Die ganze Geschichte ist sehr emotional, ich konnte mich gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen und war an der ein oder anderen Stelle ziemlich traurig darüber, was Hannah sich angetan hat. Ich konnte voll und ganz mit Clay mitfühlen ;)
Fazit
Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich finde nur, dass die Handlung an manchen Stellen etwas unrealistisch ist. Aber ansonsten ist es wirklich lesenswert und ich würde es allen weiterempfehlen, die mit so einer 'traurigen' Geschichte gut klarkommen ;)



[Rezension] "Lost Girl" by Sangu Mandanna

Rezension von "Lost Girl" (Sangu Mandanna)





Sangu Mandanna
Lost Girl - Im Schatten der Anderen
Ravensburger Buchverlag
Hardcover
1. Auflage, 2012
448 Seiten
ISBN 978-3-473-40080-5
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Ich habe ja wirklich lange überlegt, ob ich mir dieses Buch kaufen soll, denn das Cover hat mir nicht gefallen. Ich fand es einfach zu langweilig und nichtssagend. Dann konnte mich der Klappentext aber doch überzeugen und heute bin ich echt froh, dass ich es genommen habe - das Buch ist super. Es behandelt in gewisser Weise ein ernstes Thema, nämlich das Kopieren von Menschen.


Also das ist wörtlich gemeint. Man kann für geliebte Menschen ein sogenanntes Echo in Auftrag geben, das dann an einem geschützten Ort fernab der Außenwelt aufwächst. Ihnen wird beigebracht, so zu denken und zu handeln, wie ihr Original. Sie haben keinerlei Freiheiten, dürfen keine eigenen Entscheidungen treffen und nicht über ihr Leben bestimmen. Denn sie existieren einzig und allein um notfalls ihr Original zu ersetzen, falls dieses stirbt.




In diesem Buch geht es um eine Familie, die für ihre Tochter Amarra ein Echo herstellen ließ. Und von diesem Echo handelt die Geschichte.
Sie hasst es, ein Echo zu sein, denn so ist sie gezwungen, Amarras Leben zu leben, obwohl sie lieber ein ganz normales Mädchen wäre. Aus Protest gibt sie sich sogar einen eigenen Namen - Eva. Eigentlich ist das verboten, und sollte es jemand herausfinden, hat sie mit schwerwiegenden Konsequenzen zu rechnen. Aber ich kann euch sagen, das wird nicht die einzige Regel bleiben, die Eva bricht :D
Dann kommt jedoch, was kommen muss: Amarra stirbt und Eva muss ihr altes Leben hinter sich lassen und am anderen Ende der Welt ihr neues Leben als Amarra einnehmen. Dies bringt natürlich viele Schwierigkeiten mit sich, aber mehr verrate ich dazu nicht :)



Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen, denn es blieb bis zum Ende spannend. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Andeutungen und Fragen wurden aufgeworfen, deshalb wäre es mir unmöglich gewesen, es für eine Weile aus der Hand zu legen.
Es gab so gut wie keine langweiligen Stellen, gut, manchmal hat sich die Handlung ein bisschen gezogen, aber das wurde durch die andauernde Spannung wieder wet gemacht.

Aber ich habe auch ein bisschen Kritik. Der Schreibstil ist hier und da etwas holprig (kurze Sätze, kein Zusammenhang), was aber auch an der Übersetzung liegen kann. Es tut der Geschichte jedenfalls keinen Abbruch.
Außerdem ist das Buch zwar abgeschlossen (und soweit ich weiß, gibt es auch keine Fortsetzung), aber man möchte dennoch wissen, wie es weiter geht. Es werden nämlich noch ein paar Fragen aufgeworfen, die man nun mit seiner Fantasie beantworten muss. Ich persönlich denke allerdings, dass es nicht weitergeschrieben wurde, weil es dann kein Happy End geben würde.

Was ich loben muss, sind die Charaktere. Jeder ist einzigartig und individuell, und sie haben mich ein paar Mal überrascht, in dem sie Dinge getan haben, die ich nicht von ihnen erwartet hätte. Und obwohl das Thema relativ ernst ist, schaffen sie es, es ein wenig aufzulockern, mit viel Witz und Humor.
Ich habe oft gelacht, aber es gab auch traurige Stellen, an denen ich beinahe Tränen in den Augen hatte. Also für jeden Geschmack ist etwas dabei :)

Das Buch ist in der Gegenwart geschrieben, was zwar ungewöhnlich ist, aber auch mal ganz erfrischend. Am Anfang war es etwas befremdlich, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und gefallen daran gefunden.



 Alles in allem ist es ein gutes Buch, das ich definitiv weiterempfehlen würde :)