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Samstag, 15. August 2015

[Rezension] "Tote Mädchen lügen nicht" by Jay Asher

Rezension von "Tote Mädchen lügen nicht" (Jay Asher)

Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
cbt Verlag
5. Auflage, 2010
288 Seiten
ISBN 978-3-570-30734-2
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Dieses Buch habe ich vor ungefähr zwei oder drei Jahren geschenkt bekommen, und ich habe mir gedacht, es wäre interessant, mal eine Rezension darüber zu schreiben. Und hier ist sie ;)
Handlung
Es geht um den Schüler Clay Jensen, der eines Tages ein unbeschriftetes Paket vor seiner Haustür findet. Lediglich sein Name steht darauf. In diesem Paket findet er 13 Kassetten, die er sich innerhalb einer Nacht anhört.
Es sind selbstaufgenommene Kassetten, und zwar von seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah Baker. Sie hat sich zwei Wochen zuvor das Leben genommen. Clay erfährt, dass 13 Gründe zu ihrem Entschluss geführt haben, 13 Personen haben ihren Anteil daran. Auf jeder Kassette erzählt sie, was diese Person getan hat und inwiefern das ihren Entschluss beeinflusst hat.
Clay ist einer davon, was er sich jedoch nur schwer vorstellen kann, denn er war heimlich in Hannah verliebt - und sie in ihn.

"Dass ich immer mehr zittere, liegt nicht nur an der kalten Luft. Mit jeder Kassettenseite, die ich mir anhöre, wird meine Erinnerung auf den Kopf gestellt. Verändert sich mein Bild von Personen derart, dass ich sie nicht wiedererkenne."

S. 133
Meine Meinung
Ich finde die Idee wirklich originell. Es ist interessant, dass man so vieles über eine Person erfahren kann, und das nur, da sie ein paar Kassetten aufgenommen hat. Die Gründe, die sie genannt hat, waren für mich jedoch nicht alle so 'wichtig', als dass sie einen in den Tod treiben könnten - manche waren wirklich harmlos. Aber wenn man alle zusammenrechnet, kann es schon sehr schwer gewesen sein, damit umzugehen.
Was ich seltsam fand, war, dass Hannah in Clay verliebt war, aber sich dennoch umgebracht hatte. Ich meine, wenn man jemanden hat, den man liebt, dann ist das doch Grund genug, um am Leben zu bleiben, meint ihr nicht? Das ist auch Clays Problem, er versteht einfach nicht, warum Hannah sich ihm nicht anvertraut hat. Er ist der Meinung, er hätte ihr helfen können.

"Niemand von uns weiß genau, wie viel Einfluss wir auf das Leben der anderen haben. In der Regel gibt es keine konkreten Hinweise, und so machen wir einfach weiter, ohne unser Verhalten zu überdenken."

S. 154
Lob und Kritik
Der Schreibstil ist sehr gut gelungen, es wird hauptsächlich in Form der aufgenommenen Kassetten geschrieben. Natürlich gibt es auch 'Sprünge' in die Gegenwart zu Clay, aber das fand ich manchmal etwas verwirrend. Wenn Hannah gerade etwas erzählte und Clay nebenher mit seiner Mutter diskutierte, habe ich irgendwie beides nicht richtig mitbekommen.
Die ganze Geschichte ist sehr emotional, ich konnte mich gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen und war an der ein oder anderen Stelle ziemlich traurig darüber, was Hannah sich angetan hat. Ich konnte voll und ganz mit Clay mitfühlen ;)
Fazit
Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich finde nur, dass die Handlung an manchen Stellen etwas unrealistisch ist. Aber ansonsten ist es wirklich lesenswert und ich würde es allen weiterempfehlen, die mit so einer 'traurigen' Geschichte gut klarkommen ;)