Ich war mit meiner Familie in den Pfingstferien in den USA. 16 Tage insgesamt, und ich habe jede Sekunde davon geliebt. Und natürlich konnte ich es nicht lassen, mir auch ein (oder zwei) Bücher zu kaufen. Ihr müsst wissen, momentan stelle ich mein Leseverhalten um, und zwar in der Hinsicht, dass ich keine deutschen Bücher mehr lese, sondern nur noch Englische. Und deshalb habe ich es auch als meine Pflicht angesehen, mir in Amerika original englische Bücher zu kaufen. Leider waren es letztendlich bloß zwei - obwohl ich noch ungefähr einhundert andere gesehen habe, die ich auch gerne mitgenommen hätte. Das Problem? Ich hatte einfach nicht genug Platz in meinem Koffer xD
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Freitag, 22. Juni 2018
Samstag, 17. Oktober 2015
[Rezension] "Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand" von Aprilynne Pike
Rezension von "Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand" (Aprilynne Pike)

Aprilynne Pike
Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand
cbj Verlag
1. Auflage, 2015
384 Seiten
ISBN 978-3-570-15994-1
Kaufe es hier
Handlung
In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Charlotte. Aber sie ist nicht einfach nur ein Mädchen, sie ist ein Orakel. Was das genau bedeutet, erfährt sie schon als kleines Mädchen, als sie eine Vision bekommt, in der sie ihre Tante sterben sah. Sie wollte es verhindern, aber dabei ist ihr Vater gestorben und ihre Mutter sitzt seitdem im Rollstuhl. Ihre Tante ist auch ein Orakel und seit diesem Tag lehrt sie Charlotte mit diesen Visionen umzugehen - sie zu bekämpfen. Denn im Leben eines Orakels gibt es genau drei Regeln, die auf keinen Fall gebrochen werden dürfen:
1. Verrate niemandem außer einem anderen Orakel, dass du ein Orakel bist.
2. Kämpfe mit aller Kraft gegen deine Visionen an. Gib niemals nach. Gib niemals auf. Schließe nicht die Augen.
3. Ändere niemals und unter keinen Umständen die Zukunft.
Aber als Charlotte eine Vision von einer ermordeten Mitschülerin erhält, kann sie sich nicht an diese Regeln halten und beschließt zu handeln.
Meinung
Der Schreibstil ist sehr schön und jugendhaft, genau wie die Charaktere. Ich finde es auch gut, dass das Buch gegen Ende sehr "verrückt" wird, also als Charlotte (Achtung Spoiler!) Visionen bekommt, die eigentlich gar nicht echt sind.
Aber als Charlotte eine Vision von einer ermordeten Mitschülerin erhält, kann sie sich nicht an diese Regeln halten und beschließt zu handeln.
Meinung
Der Schreibstil ist sehr schön und jugendhaft, genau wie die Charaktere. Ich finde es auch gut, dass das Buch gegen Ende sehr "verrückt" wird, also als Charlotte (Achtung Spoiler!) Visionen bekommt, die eigentlich gar nicht echt sind.
Auch den Handlungsstrang mit ihrer Tante Sierra und Smith in ihrer Jugend finde ich sehr schön, und ich liebe diese Verknüpfung mit der Gegenwart. Es gibt einem zu denken und klärt sich wirklich erst auf der letzten Seite. Ich finde auch interessant, wie gerissen Smith ist, denn selbst ich habe erst ziemlich spät bemerkt, dass er (Achtung Spoiler!) der Böse in der Geschichte ist. Und ich weiß meistens schon nach den ersten paar Seiten, wer den Mord begangen hat, deshalb, Hut ab :D Es wurde so gut getarnt, dass es wirklich fast unmöglich ist, ihn sofort als "den Bösen" zu erkennen :)
Lob
Ich mag das Ende. Okay, eigentlich mag ich es nicht, aber genau deshalb mag ich es. Zur Erlärung: (Achtung Spoiler!) Charlotte ist sozusagen mit einem Jungen zusammen, den sie schon seit Kindheitstagen liebt, aber am Ende gesteht er ihr, dass sie nur als "Platzhalter" da war, weil seine frühere Freundin gestorben ist und er Ablenkung brauchte.
Das ist der Grund, warum ich das Ende nicht mag, nämlich weil ich mir natürlich gewünscht habe, dass sie für immer und ewig zusammenbleiben ♥ Aber ich mag es, weil es eben nicht so ein typisches Happy End ist, sondern eins der anderen Art, denn (Achtung Spoiler!) Charlotte akzeptiert es sofort und ist nicht am Boden zerstört, im Gegenteil, sie geht ganz gut damit um (und sie bleiben Freunde, aber nicht mehr).
Fazit
Ein gelungenes Buch mit mehreren Handlungssträngen, welches ein ziemlich unvorhersehbares Ende hatte, was ich an Büchern wirklich liebe ♥
Lob
Ich mag das Ende. Okay, eigentlich mag ich es nicht, aber genau deshalb mag ich es. Zur Erlärung: (Achtung Spoiler!) Charlotte ist sozusagen mit einem Jungen zusammen, den sie schon seit Kindheitstagen liebt, aber am Ende gesteht er ihr, dass sie nur als "Platzhalter" da war, weil seine frühere Freundin gestorben ist und er Ablenkung brauchte.
Das ist der Grund, warum ich das Ende nicht mag, nämlich weil ich mir natürlich gewünscht habe, dass sie für immer und ewig zusammenbleiben ♥ Aber ich mag es, weil es eben nicht so ein typisches Happy End ist, sondern eins der anderen Art, denn (Achtung Spoiler!) Charlotte akzeptiert es sofort und ist nicht am Boden zerstört, im Gegenteil, sie geht ganz gut damit um (und sie bleiben Freunde, aber nicht mehr).
Fazit
Ein gelungenes Buch mit mehreren Handlungssträngen, welches ein ziemlich unvorhersehbares Ende hatte, was ich an Büchern wirklich liebe ♥
Dienstag, 1. September 2015
Meine Neuzugänge ♥
Hier kommen jetzt (endlich) meine beiden Neuzugänge, die ich mir letztens gekauft habe (ja, ich gebe zu, dieser Post kommt ein bisschen spät, immerhin habe ich beide schon gelesen und eine Rezension und eine Lesenacht damit gemacht :D Aber wie sagt man so schön? Besser spät als nie!)
Also, das erste ist "Schau mir in die Augen, Audrey" von Sophie Kinsella ( Hier die Rezension )
Inhalt
Die Liebe findet einen überall...
...sogar, wenn man sich hinter einer Sonnenbrille versteckt!
Denn genau das tut die 14-jährige Audrey, seit sie in ihrer alten Schule in eine Shitstorm-Attacke geraten ist. Doch diese ist nun zum Glück vorbei und Audrey erholt sich davon im Kreis ihrer chaotisch-zauberhaften Familie. Auch wenn es im fröhlichen Alltagstrubel der Familie Turner nicht gerade zugeht wie im Erholungsheim. Denn Audreys anbetungswürdige Mum ist manchmal doch ein klitzekleines bisschen verrückt. Ihr Dad, der Mum natürlich auf Händen trägt, hechtet gerne mal in Deckung, wenn es Probleme gibt. Genau wie Frank, Audreys großer Bruder, der meistens mitten im Epizentrum von Mums Erziehungsattacken steht. Während Felix, ihr vierjähriger Bruder, einfach viel zu süß ist, als dass jemals jemand versuchen würde, ihn auch nur einen Millimeter zu ändern.
Und apropos süß: Franks neuer Freund Linus fällt definitiv in diese Kategorie, und ziemlich bald beginnt Audrey, darüber nachzudenken, wie es wohl wäre, ihm ganz tief in die Augen zu schauen, so ganz ohne Sonnenbrille ...
Denn genau das tut die 14-jährige Audrey, seit sie in ihrer alten Schule in eine Shitstorm-Attacke geraten ist. Doch diese ist nun zum Glück vorbei und Audrey erholt sich davon im Kreis ihrer chaotisch-zauberhaften Familie. Auch wenn es im fröhlichen Alltagstrubel der Familie Turner nicht gerade zugeht wie im Erholungsheim. Denn Audreys anbetungswürdige Mum ist manchmal doch ein klitzekleines bisschen verrückt. Ihr Dad, der Mum natürlich auf Händen trägt, hechtet gerne mal in Deckung, wenn es Probleme gibt. Genau wie Frank, Audreys großer Bruder, der meistens mitten im Epizentrum von Mums Erziehungsattacken steht. Während Felix, ihr vierjähriger Bruder, einfach viel zu süß ist, als dass jemals jemand versuchen würde, ihn auch nur einen Millimeter zu ändern.
Und apropos süß: Franks neuer Freund Linus fällt definitiv in diese Kategorie, und ziemlich bald beginnt Audrey, darüber nachzudenken, wie es wohl wäre, ihm ganz tief in die Augen zu schauen, so ganz ohne Sonnenbrille ...
So, und mein zweiter Neuzugang heißt "Girl Online" von der Autorin Zoe Sugg alias Zoella. Dieses Buch habe ich während einer Lesenacht gelesen ( ihr findet sie hier ). Inzwischen habe ich es auch rezensiert.
Inhalt
Unter dem Namen Girl Online schreibt die 15-jährige Penny einen Blog über die täglichen Dramen in der Schule. Über Jungs, über ihre verrückte Familie - und über die Panikattacken, die sie seit einiger Zeit immer wieder bekommt. Außer ihrem besten Freund Elliot weiß niemand, wer die Autorin dieses Blogs ist, dessen Fangemeinde immer größer wird. Im wirklichen Leben sinkt Pennys Fangemeinde dagegen nach einem megapeinlichen Auftritt in der Schule weit unter null. Da kommt ein Auftrag der Eltern in New York gerade recht. Penny darf mitkommen und trifft den hinreißenden Noah, der Gitarre spielt und in den sie sich sofort verliebt. Die beiden verbringen Weihnachten und ein unvergessliches Silvester zusammen. Doch erst als sie wieder nach Hause kommt, erfährt Penny, dass Noah ihr nicht alles erzählt hat ...
Ich weiß, diese Bücher sind typische Teenie-Mädchen-Bücher, aber da ich sonst hauptsächlich Thriller und Fantasy-Geschichten lese, war es eine schöne Abwechslung :) (Und es sind so ziemlich die einzigen Teenie-Mädchen-Bücher, die ich besitze :D)
Sonntag, 30. August 2015
[Rezension] "Schau mir in die Augen, Audrey" by Sophie Kinsella
Rezension von "Schau mir in die Augen, Audrey" (Sophie Kinsella)

Sophie Kinsella
Schau mir in die Augen, Audreycbj Verlag
1. Auflage, 2015
384 Seiten
ISBN 978-3-570-17148-6
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Das Buch handelt von der 14-jährigen Audrey Turner, die auf ihrer früheren Schule ziemlich übel gemobbt wurde und deshalb beinahe täglich Panikattacken bekommt. Sie hat eine sogenannte "Soziale Phobie" und verlässt das Haus so gut wie gar nicht mehr.
Als ihre Therapeutin ihr rät, einen Dokumentarfilm über ihre Familie zu drehen, ist Audrey zunächst skeptisch. Denn sie lebt nicht gerade in einer Bilderbuchfamilie - im Gegenteil, Familie Turner ist sozusagen der Inbegriff des Chaotischen.
Da wären eine verrückte Mutter, die ständig neue und seltsame Erziehungsmethoden an ihren Kindern anwendet, ein Vater, der an einen etwas schluffigen Teddybären erinnert und Problemen grundsätzlich aus dem Weg geht, ein älterer Bruder, der ein totaler Computernerd und Tag und Nacht online ist, und ein jüngerer Bruder, der noch der normalste der ganzen Familie zu sein scheint - er ist aber auch erst vier Jahre alt.
Und dann wäre da natürlich noch Audrey, die sich wegen ihrer Phobie nahezu pausenlos mit dunkler Sonnenbrille und zugezogenen Vorhängen in ihrem Zimmer versteckt.
Da wären eine verrückte Mutter, die ständig neue und seltsame Erziehungsmethoden an ihren Kindern anwendet, ein Vater, der an einen etwas schluffigen Teddybären erinnert und Problemen grundsätzlich aus dem Weg geht, ein älterer Bruder, der ein totaler Computernerd und Tag und Nacht online ist, und ein jüngerer Bruder, der noch der normalste der ganzen Familie zu sein scheint - er ist aber auch erst vier Jahre alt.
Und dann wäre da natürlich noch Audrey, die sich wegen ihrer Phobie nahezu pausenlos mit dunkler Sonnenbrille und zugezogenen Vorhängen in ihrem Zimmer versteckt.
Als Audrey widerstrebend beginnt, den Film zu drehen, bemerkt sie dabei immer öfter Linus, den süßen Freund ihres Bruder, der sie genau zu verstehen scheint. Und auf einmal fragt sie sich, wie es wohl wäre, ihm tief in die Augen zu schauen, so ganz ohne Sonnenbrille.
Meiner Meinung nach ist dieses Jugendbuch eines der besten, die ich je gelesen habe. Es vereint das vorsichtige Thema "Angststörung" mit extrem viel Humor und ich muss sagen, Familie Turner ist einfach so sympathisch, dass sie mir jetzt schon ans Herz gewachsen ist :)
Ich habe eigentlich nichts zu kritisieren, die Geschichte ist stimmig und auch die Handlung passt sich dem Leser an. Das einzige, klitzekleine Problem bei mir war, dass ich mich nicht von Anfang an in Audrey hineinversetzen konnte. Aber das lag daran, dass ich nicht wusste, wie sehr Menschen unter Angststörungen leiden können, ich dachte erst, das ist doch viel zu übertrieben. Aber als mir klar wurde, wie schlimm es wirklich ist, hatte ich sofort Mitleid mit Audrey und konnte mich auch gut in sie hineinversetzen :)

Das Buch ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür witzig und humorvoll geschrieben - und wie gesagt, es ist eines der besten, die ich je gelesen habe :)
Ich habe eigentlich nichts zu kritisieren, die Geschichte ist stimmig und auch die Handlung passt sich dem Leser an. Das einzige, klitzekleine Problem bei mir war, dass ich mich nicht von Anfang an in Audrey hineinversetzen konnte. Aber das lag daran, dass ich nicht wusste, wie sehr Menschen unter Angststörungen leiden können, ich dachte erst, das ist doch viel zu übertrieben. Aber als mir klar wurde, wie schlimm es wirklich ist, hatte ich sofort Mitleid mit Audrey und konnte mich auch gut in sie hineinversetzen :)

Das Buch ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür witzig und humorvoll geschrieben - und wie gesagt, es ist eines der besten, die ich je gelesen habe :)
Samstag, 15. August 2015
[Rezension] "Tote Mädchen lügen nicht" by Jay Asher
Rezension von "Tote Mädchen lügen nicht" (Jay Asher)

Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
cbt Verlag
5. Auflage, 2010
Tote Mädchen lügen nicht
cbt Verlag
5. Auflage, 2010
288 Seiten
ISBN 978-3-570-30734-2
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Dieses Buch habe ich vor ungefähr zwei oder drei Jahren geschenkt bekommen, und ich habe mir gedacht, es wäre interessant, mal eine Rezension darüber zu schreiben. Und hier ist sie ;)
Handlung
Es geht um den Schüler Clay Jensen, der eines Tages ein unbeschriftetes Paket vor seiner Haustür findet. Lediglich sein Name steht darauf. In diesem Paket findet er 13 Kassetten, die er sich innerhalb einer Nacht anhört.
Es sind selbstaufgenommene Kassetten, und zwar von seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah Baker. Sie hat sich zwei Wochen zuvor das Leben genommen. Clay erfährt, dass 13 Gründe zu ihrem Entschluss geführt haben, 13 Personen haben ihren Anteil daran. Auf jeder Kassette erzählt sie, was diese Person getan hat und inwiefern das ihren Entschluss beeinflusst hat.
Clay ist einer davon, was er sich jedoch nur schwer vorstellen kann, denn er war heimlich in Hannah verliebt - und sie in ihn.
Es geht um den Schüler Clay Jensen, der eines Tages ein unbeschriftetes Paket vor seiner Haustür findet. Lediglich sein Name steht darauf. In diesem Paket findet er 13 Kassetten, die er sich innerhalb einer Nacht anhört.
Es sind selbstaufgenommene Kassetten, und zwar von seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah Baker. Sie hat sich zwei Wochen zuvor das Leben genommen. Clay erfährt, dass 13 Gründe zu ihrem Entschluss geführt haben, 13 Personen haben ihren Anteil daran. Auf jeder Kassette erzählt sie, was diese Person getan hat und inwiefern das ihren Entschluss beeinflusst hat.
Clay ist einer davon, was er sich jedoch nur schwer vorstellen kann, denn er war heimlich in Hannah verliebt - und sie in ihn.
"Dass ich immer mehr zittere, liegt nicht nur an der kalten Luft. Mit jeder Kassettenseite, die ich mir anhöre, wird meine Erinnerung auf den Kopf gestellt. Verändert sich mein Bild von Personen derart, dass ich sie nicht wiedererkenne."
S. 133
Meine Meinung
Ich finde die Idee wirklich originell. Es ist interessant, dass man so vieles über eine Person erfahren kann, und das nur, da sie ein paar Kassetten aufgenommen hat. Die Gründe, die sie genannt hat, waren für mich jedoch nicht alle so 'wichtig', als dass sie einen in den Tod treiben könnten - manche waren wirklich harmlos. Aber wenn man alle zusammenrechnet, kann es schon sehr schwer gewesen sein, damit umzugehen.
Was ich seltsam fand, war, dass Hannah in Clay verliebt war, aber sich dennoch umgebracht hatte. Ich meine, wenn man jemanden hat, den man liebt, dann ist das doch Grund genug, um am Leben zu bleiben, meint ihr nicht? Das ist auch Clays Problem, er versteht einfach nicht, warum Hannah sich ihm nicht anvertraut hat. Er ist der Meinung, er hätte ihr helfen können.
Ich finde die Idee wirklich originell. Es ist interessant, dass man so vieles über eine Person erfahren kann, und das nur, da sie ein paar Kassetten aufgenommen hat. Die Gründe, die sie genannt hat, waren für mich jedoch nicht alle so 'wichtig', als dass sie einen in den Tod treiben könnten - manche waren wirklich harmlos. Aber wenn man alle zusammenrechnet, kann es schon sehr schwer gewesen sein, damit umzugehen.
Was ich seltsam fand, war, dass Hannah in Clay verliebt war, aber sich dennoch umgebracht hatte. Ich meine, wenn man jemanden hat, den man liebt, dann ist das doch Grund genug, um am Leben zu bleiben, meint ihr nicht? Das ist auch Clays Problem, er versteht einfach nicht, warum Hannah sich ihm nicht anvertraut hat. Er ist der Meinung, er hätte ihr helfen können.
"Niemand von uns weiß genau, wie viel Einfluss wir auf das Leben der anderen haben. In der Regel gibt es keine konkreten Hinweise, und so machen wir einfach weiter, ohne unser Verhalten zu überdenken."
S. 154
Lob und Kritik
Der Schreibstil ist sehr gut gelungen, es wird hauptsächlich in Form der aufgenommenen Kassetten geschrieben. Natürlich gibt es auch 'Sprünge' in die Gegenwart zu Clay, aber das fand ich manchmal etwas verwirrend. Wenn Hannah gerade etwas erzählte und Clay nebenher mit seiner Mutter diskutierte, habe ich irgendwie beides nicht richtig mitbekommen.
Der Schreibstil ist sehr gut gelungen, es wird hauptsächlich in Form der aufgenommenen Kassetten geschrieben. Natürlich gibt es auch 'Sprünge' in die Gegenwart zu Clay, aber das fand ich manchmal etwas verwirrend. Wenn Hannah gerade etwas erzählte und Clay nebenher mit seiner Mutter diskutierte, habe ich irgendwie beides nicht richtig mitbekommen.
Die ganze Geschichte ist sehr emotional, ich konnte mich gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen und war an der ein oder anderen Stelle ziemlich traurig darüber, was Hannah sich angetan hat. Ich konnte voll und ganz mit Clay mitfühlen ;)
Fazit
Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich finde nur, dass die Handlung an manchen Stellen etwas unrealistisch ist. Aber ansonsten ist es wirklich lesenswert und ich würde es allen weiterempfehlen, die mit so einer 'traurigen' Geschichte gut klarkommen ;)
Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich finde nur, dass die Handlung an manchen Stellen etwas unrealistisch ist. Aber ansonsten ist es wirklich lesenswert und ich würde es allen weiterempfehlen, die mit so einer 'traurigen' Geschichte gut klarkommen ;)
[Rezension] "Lost Girl" by Sangu Mandanna
Rezension von "Lost Girl" (Sangu Mandanna)

Sangu Mandanna
Lost Girl - Im Schatten der Anderen
Ravensburger Buchverlag
Hardcover
1. Auflage, 2012
448 Seiten
ISBN 978-3-473-40080-5
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Ich habe ja wirklich lange überlegt, ob ich mir dieses Buch kaufen soll, denn das Cover hat mir nicht gefallen. Ich fand es einfach zu langweilig und nichtssagend. Dann konnte mich der Klappentext aber doch überzeugen und heute bin ich echt froh, dass ich es genommen habe - das Buch ist super. Es behandelt in gewisser Weise ein ernstes Thema, nämlich das Kopieren von Menschen.
Also das ist wörtlich gemeint. Man kann für geliebte Menschen ein sogenanntes Echo in Auftrag geben, das dann an einem geschützten Ort fernab der Außenwelt aufwächst. Ihnen wird beigebracht, so zu denken und zu handeln, wie ihr Original. Sie haben keinerlei Freiheiten, dürfen keine eigenen Entscheidungen treffen und nicht über ihr Leben bestimmen. Denn sie existieren einzig und allein um notfalls ihr Original zu ersetzen, falls dieses stirbt.

In diesem Buch geht es um eine Familie, die für ihre Tochter Amarra ein Echo herstellen ließ. Und von diesem Echo handelt die Geschichte.
Sie hasst es, ein Echo zu sein, denn so ist sie gezwungen, Amarras Leben zu leben, obwohl sie lieber ein ganz normales Mädchen wäre. Aus Protest gibt sie sich sogar einen eigenen Namen - Eva. Eigentlich ist das verboten, und sollte es jemand herausfinden, hat sie mit schwerwiegenden Konsequenzen zu rechnen. Aber ich kann euch sagen, das wird nicht die einzige Regel bleiben, die Eva bricht :D
Dann kommt jedoch, was kommen muss: Amarra stirbt und Eva muss ihr altes Leben hinter sich lassen und am anderen Ende der Welt ihr neues Leben als Amarra einnehmen. Dies bringt natürlich viele Schwierigkeiten mit sich, aber mehr verrate ich dazu nicht :)

Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen, denn es blieb bis zum Ende spannend. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Andeutungen und Fragen wurden aufgeworfen, deshalb wäre es mir unmöglich gewesen, es für eine Weile aus der Hand zu legen.
Es gab so gut wie keine langweiligen Stellen, gut, manchmal hat sich die Handlung ein bisschen gezogen, aber das wurde durch die andauernde Spannung wieder wet gemacht.
Aber ich habe auch ein bisschen Kritik. Der Schreibstil ist hier und da etwas holprig (kurze Sätze, kein Zusammenhang), was aber auch an der Übersetzung liegen kann. Es tut der Geschichte jedenfalls keinen Abbruch.
Außerdem ist das Buch zwar abgeschlossen (und soweit ich weiß, gibt es auch keine Fortsetzung), aber man möchte dennoch wissen, wie es weiter geht. Es werden nämlich noch ein paar Fragen aufgeworfen, die man nun mit seiner Fantasie beantworten muss. Ich persönlich denke allerdings, dass es nicht weitergeschrieben wurde, weil es dann kein Happy End geben würde.
Was ich loben muss, sind die Charaktere. Jeder ist einzigartig und individuell, und sie haben mich ein paar Mal überrascht, in dem sie Dinge getan haben, die ich nicht von ihnen erwartet hätte. Und obwohl das Thema relativ ernst ist, schaffen sie es, es ein wenig aufzulockern, mit viel Witz und Humor.
Ich habe oft gelacht, aber es gab auch traurige Stellen, an denen ich beinahe Tränen in den Augen hatte. Also für jeden Geschmack ist etwas dabei :)
Das Buch ist in der Gegenwart geschrieben, was zwar ungewöhnlich ist, aber auch mal ganz erfrischend. Am Anfang war es etwas befremdlich, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und gefallen daran gefunden.

Alles in allem ist es ein gutes Buch, das ich definitiv weiterempfehlen würde :)
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