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Dienstag, 26. Juni 2018

(Tipps & Tricks) Was habe ich bei den Charakteren zu beachten? #02


Hier findest du Teil #01
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Und weiter geht's :D

Du musst immer darauf achten, dass deine Charaktere nicht zu oberflächlich sind, also dass sie eine gewissen Tiefe besitzen. Am wichtigsten ist das bei den Nebencharakteren, da du mit ihnen nicht so viel zu tun hast wie mit den Protagonisten. Sie kommen nicht so oft in der Handlung vor, und deshalb müssen sie umso besser ausgearbeitet werden.
Bei den Protagonisten muss man sich zwangsläufig intensiver mit ihnen befassen, deshalb sind sie auch für die Leser leichter verständlich. Meistens wird auch über ihre Gedanken und Gefühle geschrieben, und warum sie bestimmte Dinge getan oder nicht getan haben.
Bei Nebencharakteren hat man das nicht. Und da man als Autor jeden seiner Charaktere in- und auswendig kennen sollte, muss man sich eben auch intensiv mit Personen beschäftigen, die nur ein- oder zweimal auftauchen. Viel zu schnell kann es nämlich passieren, dass die Person auf eine bestimmte Art und Weise handelt, nur damit der Protagonist entsprechend auf sie reagieren kann, obwohl das eigentlich gar nicht dem Charakter der Person entspricht. Und das macht sie unglaubwürdig oder sorgt für Verwirrung.

Samstag, 12. September 2015

(Tipps & Tricks) Was habe ich bei den Charakteren zu beachten? #01


Jetzt zu einem weiteren wichtigen Punkt, den viele Autoren vernachlässigen und dadurch an Glaubwürdigkeit in ihrem Buch einbüßen müssen: Die Herausarbeitung und Darstellung der Hauptcharaktere in deinem Buch.

In einem früheren Kapitel habe ich schon erklärt, dass in der Einleitung deines Buches dein Protagonist dem Leser vorgestellt werden muss. Der Leser muss einen kurzen Einblick in seine Welt bekommen, etwas über sein Äußeres und seine Verhaltensweise erfahren.
Am besten erstellst du dazu eine kurze Biographie. Und das funktioniert folgendermaßen: Du nimmst dir ein Blatt Papier und schreibst sozusagen einen Steckbrief der wichtigsten Charaktere. Folgendes sollte (unter anderem) darin stehen:

Vollständiger Name: ...

Alter: ...
Aussehen: ...
Familie: ...
Charakter: ...

Es kann auch hilfreich sein, wenn du dir einen groben Überblick über seine Vergangenheit verschaffst, also wie er als  Kind war, wie und wo er aufgewachsen ist, einfach, wie er früher gelebt hat.

Je detaillierter der Steckbrief, desto besser. Denn wenn du in deinem Buch einmal nicht weiterkommen solltest, kannst du dir den Steckbrief ansehen und anhand seiner Werte sehen, wie sich der Charakter in dieser Situation verhalten würde.


Okay, aber wie arbeitest du nun all die Charakterzüge in die Geschichte mit ein? Der Trick ist, diese Dinge mehr zu zeigen als zu sagen. Wenn du also zum Beispiel einen fröhlichen, unbeschwerten Charakter vorstellen willst, dann schreibe auf keinen Fall: "Anna ist heute fröhlich." Nein, besser ist es, wenn du beschreibst, dass sie draußen im Garten herumtanzt, Lieder summt und die Vögel beobachtet :)



Hier findest du Teil #02
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Montag, 24. August 2015

(Tipps & Tricks) Wie schreibe ich einen guten Prolog?


Die beste Einleitung für eine Geschichte ist (meiner Meinung nach) der Prolog.
Er ist so etwas wie eine kurze Vorgeschichte, die aber wichtig für das ganze Buch sein wird oder dem Leser einige wichtige Hintergrundinformationen gibt.

Hier ein paar Möglichkeiten, wie und aus was du deinen Prolog aufbauen kannst:

- Es kann ein Brief oder eine E-Mail sein, die von einer wichtigen Person geschrieben wird. In so einem Fall wird am Ende der Geschichte (im Epilog) meistens noch ein Brief oder eine E-Mail zurückgeschrieben, und zwar von der Person, an die das erste Mal geschrieben wurde.
Zum Beispiel schreibt Julia ihrer Freundin Tina am Anfang des Buches einen Brief. Dann kommt die eigentliche Geschichte, und es werden auch Dinge angesprochen, die in dem Brief vorkamen. Und am Ende schreibt Tina eine Antwort, die vielleicht noch ein Problem löst, oder eine bis dahin ungeklärte Frage beantwortet.


- Dein Prolog kann auch ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben des Protagonisten sein.
Wenn es zum Beispiel einen schicksalhaften Tag in seinem Leben gab (vielleicht sind seine Eltern gestorben, oder er ist in eine andere Stadt gezogen), kannst du diesen Tag einfach als Prolog nehmen. Meistens ist dieser Tag ein so bedeutender, dass er das ganze Leben des Protagonisten verändert hat.

- Eine weitere Möglichkeit wäre, den Prolog aus der Sicht einer ganz anderen Person zu schreiben.
Wenn es in deiner Geschichte jemanden gibt, der vielleicht "böse" oder der Hauptperson nicht wohlgesonnen ist, kannst du zum Beispiel den Prolog aus seiner Sicht schreiben und dann erzählen, dass er gerade etwas "Böses" plant, das den Protagonisten in Gefahr bringen könnte.
Okay, hier ein Beispiel aus einer früheren Geschichte von mir, damit ihr es euch ein bisschen besser vorstellen könnt.

Heute. Heute schaue ich sie mir aus der Nähe an. Wochenlange Vorbereitungen machen sich dann endlich bezahlbar. Sie wird an ihrem Verstand zweifeln, wenn sie mich gesehen hat. Und sie wird unsere erste Begegnung niemals vergessen, weil sie ihr Leben für immer und unwiderruflich verändern wird. Dann wird sie erkennen, mit wem sie es zu tun hat. Sie kann mir eben so wenig entkommen, wie ich ihr. Unsere Schicksale sind unzertrennlich miteinander verbunden. Das können wir nicht ändern, selbst wenn sie es wollte.
Aber ich habe einen entscheidenden Vorteil. Ich kenne sie so gut wie mich selbst. Aber sie hat keine Ahnung, wer ich bin.

Bei so etwas wird der Leser meist neugierig und bekommt Lust auf mehr ;)


So, ich hoffe, das hat euch ein wenig inspiriert und ihr habt jetzt vielleicht eine grobe Idee, ob und was für einen Prolog ihr schreiben wollt :)


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Dienstag, 18. August 2015

(Tipps & Tricks) Was brauche ich für eine gute Einleitung?


Bei deiner Einleitung ist es wichtig, dass du indirekt alle wichtigen Personen oder Orte vorstellst. Du kannst zum Beispiel Dialoge schreiben, in denen du die Namen der Personen nennst (durch direkte Anrede) oder das Alter (zum Beispiel mit dem Hinweis, dass die Person bald Geburtstag hat) oder andere Informationen.

Du darfst aber auf keinen Fall so etwas wie einen Steckbrief daraus machen, in etwa:
"Ich heiße Anna, bin 17 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in einem kleinen Dorf. Ich habe viele Freunde und gehe in die 11. Klasse."
Das kommt nie gut an. Es wirkt amateurhaft (und das ist es eigentlich auch).

Aber es gibt eine Ausnahme. Wenn es wie eine Art Prolog aufgebaut ist, dann könntest du schon damit anfangen. Aber dann muss auch eine kleine Vorgeschichte erzählt werden.
Hier ein Beispiel:
"Ich heiße Anna. Ich bin 17 Jahre alt und eine Vollwaise. Meine Eltern wurden ermordet, als ich gerade mal fünf Jahre alt war und seitdem lebe ich mit meiner kleinen Schwester Mia bei meiner Tante. Allerding ist sie fast nie für uns da, denn sie hat ein Alkoholproblem. Deshalb versorge ich mich und meine Schwester alleine. Ich habe einen Job in einer Kneipe und verdiene gerade genug, um uns beide über Wasser zu halten.
Aber da ich mich um uns beide kümmern muss, kann ich nicht in die Schule gehen und habe somit auch keinen Abschluss. Ich weiß zwar nicht, was uns die Zukunft noch bringen wird, aber ich hoffe inständig, dass es bald wieder bergauf geht."
So, in diesem Text sind schon viele wichtige Infos drin. Er ist nicht perfekt (und auch zu kurz, aber es war ja nur ein Beispiel), aber er würde reichen.
Jetzt hätte der Leser schon ein grobes Gefühl, worum es in der Geschichte geht und kann dann entscheiden, ob er sie weiterlesen will oder nicht.


Es gibt auch Einleitungen, die mit einem Gedanken oder einem wichtigen Satz beginnen. Zum Beispiel bei 'Rubinrot'. Dort ist der berühmte Satz: 'Bereit, wenn du es bist.' Die Bücher fangen zwar nicht mit diesem Satz an, aber das Prinzip ist das Gleiche. Es wird etwas erwähnt, das in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt und am besten ganz am Ende nochmal aufgegriffen wird.

Oder es fängt mit einem Gegenstand an, der eine wichtige Bedeutung für die Hauptperson hat. Zum Beispiel ein Erinnerungsstück an die verstorbene Mutter oder ein Erbstück der Großmutter.

Bei manchen Geschichten sind die erste und letzte Situation "gleich". Zum Beispiel sitzt der Protagonist am Anfang der Geschichte am Strand und hört Musik. Dabei denkt er über etwas Bestimmtes nach. Über ein Problem.
Am Ende sitzt er wieder dort und denkt nochmal darüber nach, aber diesmal darüber, wie er das Problem gelöst hat. Denn die Geschichte ist dann ja schon vorbei und im Laufe derer hat er das Problem erfolgreich mit Hilfe seiner Freunde gelöst.
Dazu gibt es ein gutes Filmbeispiel: Lucy.
Am Anfang hört man dort eine Stimme aus dem Off und der erste Satz ist:
"Vor einer Milliarde Jahren wurde uns das Leben geschenkt. Was haben wir daraus gemacht?"
Dann kommt der 'richtige' Film und es geht um die Menschheit und das gesamte Universum und wie sich alles im Laufe der Zeit negativ verändert hat.
Ganz am Ende des Films hört man die Stimme aus dem Off nochmal. Sie sagt:
"Vor einer Milliarde Jahren wurde uns das Leben geschenkt. Macht etwas daraus."
Also, versteht ihr ungefähr, was ich damit meine? :D

Jedenfalls finde ich solche Enden extrem interessant, denn dann wird man ganz am Schluss (wenn man denkt, jetzt ist alles vorbei) nochmal daran erinnert, wie es überhaupt erst begonnen hat.


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Montag, 17. August 2015

(Tipps & Tricks) Wie finde ich einen passenden Buchtitel?


Wenn es um den Titel deiner Geschichte geht, gibt es eigentlich zwei Möglichkeiten:
Entweder, du hast schon einen und baust die Geschichte darum herum auf, oder du schreibst erst die Geschichte und überlegst dir danach einen guten Titel.
Manchmal führt der Titel auch zur Geschichte, also wenn du immer noch keine Idee dafür hast, überlege dir doch mal einen Titel, der dich anspricht. Er kann natürlich auch in anderen Sprachen sein :)

Wenn du dir zum Beispiel den Titel 'Academy of Elements' aussuchen würdest, dann müsstest du natürlich über eine Akademie schreiben, in der die Schüler magische Kräfte haben und die Elemente beherrschen können. 

Wenn du dir allerdings etwas wie 'Mein neues Ich' aussuchen würdest, dann wird die Geschichte höchstwahrscheinlich von einer Person handeln, die mit sich selbst und ihrem ganzen Leben unzufrieden ist und dann vielleicht die Schule/die Arbeit wechselt, umzieht, sich neue Freunde sucht, ... und es ihr am Ende richtig gut geht und sie mit allem und jedem zufrieden ist :D


Also, schreib dir doch mal ein paar Titel auf, die dir gefallen würden und überlege dir dazu passende Geschichten.
Vielleicht schreibst du ja eine davon weiter :)


Jetzt der andere Fall: Du hast schon eine Geschichte (oder auch nur eine Idee) und brauchst einen guten Titel.
Natürlich musst du dabei ein paar Dinge beachten :)

01. Er darf nicht zu lang sein. Das ist extrem wichtig, denn lange Titel verwirren und sind auch oftmals langweilig. (Ich glaube, der längste Buchtitel der Welt umfasst ganze 656 Wörter.) Man sagt, dass der Titel die perfekte Länge hat, wenn er zwischen einem und fünf Wörtern besteht. Aber je kürzer er ist, desto aussagekräftiger sollte er demnach auch sein.

02. Er muss natürlich zu der Geschichte passen und man sollte auch ein bisschen auf den Inhalt schließen können. Wenn in deiner Geschichte ein Symbol o.Ä. häufig auftaucht oder ziemlich wichtig ist, kannst du dieses natürlich auch in den Titel einbauen.
Zum Beispiel bei "Rubinrot" ist die Protagonistin 'der Rubin', deshalb passt der Titel perfekt. Oder bei dem Buch "Seelen", denn dort heißt die gesamte Spezies genau so.
Einfach, aber effizient :)


03. Du kannst es dir natürlich auch leicht machen und einfach den Namen deiner/s Protagonisten/in nehmen. Oder den einer anderen wichtigen Person.
Ein berühmtes Beispiel dafür sind Harry Potter oder Percy Jackson.


P.S. Etwas, das mir schon oft geholfen hat: Ich habe eine knappe Inhaltsangabe von meiner Geschichte aufgeschrieben und mir dann ein paar verschiedene Titel dazu überlegt. Danach habe ich auch noch Freunde und Familie gefragt, welcher ihnen am Besten gefällt und am Schluss war ich immer ziemlich zufrieden mit der Entscheidung ;)


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Sonntag, 16. August 2015

(Tipps & Tricks) Wie bekomme ich eine Buch-Idee?


Natürlich musst du schon eine ganz kleine, grobe Ahnung haben, worum es in etwa in deiner Geschichte gehen soll. Soll es zum Beispiel eine Fantasy-Geschichte sein, oder eine Liebesgeschichte? Oder etwas Gruseliges? Oder einfach etwas ganz Normales aus dem Alltag?
Falls du die Geschichte irgendwo veröffentlichen willst, solltest du dir auch überlegen, welche Zielgruppe du ansprechen willst. Wenn es eher für Kinder gedacht ist, darf sie auf keinen Fall zu unheimlich oder spannend sein. Aber wenn sie für Jugendliche ist, dann ist das ein Muss!
Dann sollte es auch eine Hauptperson geben, die sich in Laufe des Buches in eine andere Person verliebt, so etwas kommt eigentlich immer gut an ;)


Falls du wirklich noch gar keine Idee für eine Geschichte hast, dann überlege dir am besten, was du selber gerne liest und mache dann daraus deine neue Geschichte. Allerdings musst du hier auf jeden Fall aufpassen, dass es nicht zu ähnlich wird! Wenn du zum Beispiel die Harry Potter Bücher magst, und selbst gerne so eine zauberhafte Welt erfinden möchtest, dann darfst du nicht auch über so eine Schule mit verschiedenen Häusern schreiben, über einen Gegner, der unbesiegbar scheint, und über einen tragischen Helden, der als Waise aufgewachsen ist.
Stattdessen könnte man als Setting eine ganz normale Familie nehmen, die Protagonistin geht auf eine normale Schule in ihrem Ort, hat viele Freunde und ein schönes Leben. Irgendwann entdeckt sie, dass sie diese Fähigkeiten besitzt, aber sie muss nicht ihr biseriges Leben aufgeben und auf eine weit entfernte Schule gehen, sondern bringt es sich selbst bei. Ihre Großmutter hatte die gleichen Kräfte, und sie hat noch viele Bücher und andere Dinge, die sie ihr beibringen kann.
So in etwa :D

Du kannst ja auch mal deine Freunde nach einer Idee fragen, denn sie wissen vielleicht noch mehr mögliche Themen. Tauscht euch aus und falls ihr das wollt, könnt ihr auch zusammen eine Geschichte schreiben, denn zu zweit ist man meistens kreativer :)
Dann müsst ihr aber auch aufeinander Rücksicht nehmen und mal zurückstecken, denn ihr werdet nicht immer die gleiche Meinung haben, was die Handlung, Orte und Personen angeht. Deshalb wäre es einfacher, so eine Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven zu schreiben. Du könntest eine Person "spielen" und dein/e Freund/in eine andere. Denn so seid ihr unabhängig voneinander, aber dennoch in einer gemeinsamen Geschichte.


Was viele Jungautoren neuerdings tun, um eine Idee für ihre Geschichte zu entwickeln:
Eine 'Top & Flop' - Liste.
Ihr könnt auch so eine Liste erstellen. Dafür legt ihr einfach zwei Spalten an. In der einen notiert ihr, was ihr mögt, und in der anderen, was ihr hasst.
Und schon könnt ihr euch aus der Kombination von diesen Dingen eine eigene Geschichte zusammenbasteln.
Zum Beispiel liebt ihr Pferde und Reitturniere und hasst Zicken? Dann schreibt ihr natürlich von einem Mädchen, das auf ihrem Reiterhof von einer anderen Mädchenclique gemobbt wird, aber am Ende das große Turnier gewinnt, den Reiterhof vor dem Ruin rettet und natürlich mit dem gutaussehenden Stallburschen zusammenkommt :D

Ich hoffe, das hat euch ein bisschen inspiriert, und probiert diese Liste doch mal aus :) Falls ihr mehrere Ideen herausbekommen solltet, überlegt einfach, welche das größte Potential hat und welche wohl am besten bei eurer Zielgruppe (sofern ihr es veröffentlichen wollt) ankommt :)


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